Bremische Häfen schlagen weniger Waren um als im Vorjahr

  • Güterumschlag im Geschäftsjahr 2019 wird auf 71 Millionen Tonnen fallen
  • Rückgang von 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr
  • Positiv verlief das Kreuzfahrtgeschäft
Containerhafen in Bremerhaven.
Die Bremischen Häfen schlagen weniger Waren als im Vorjahr um. Bild: DPA | Ulrich Baumgarten

Die bremischen Häfen haben ein durchwachsenes Geschäftsjahr 2019 erlebt. Der Güterumschlag wird bis zum Jahresende von 74 auf insgesamt 71 Millionen Tonnen fallen: Das hat Häfenstaatsrat Tim Cordßen (SPD) am Mittag bekannt gegeben. Damit wurden in Bremen und Bremerhaven 4,3 Prozent weniger Waren umgeschlagen als noch 2018.

Der Rückgang zeigt sich vor allem in Bremerhaven, und dort an zwei entscheidenden Punkten: Zum einen beim Containerumschlag, der sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr verliert. Ein Rückgang mit Ansage – schließlich hatte die größte deutsche Containerreederei Hapag-Lloyd mehrere Transatlantik-Linien von Bremerhaven nach Hamburg verlegt, um ihre dortigen Anlagen besser auszulasten. Zum anderen gehen die in Bremerhaven umgeschlagenen Autos zurück. 2,1 Millionen Fahrzeuge im Autohafen bedeuten ein Minus von 3,3 Prozent gegenüber 2018.

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Moderatorin Lea Reinhard und Moderator Felix Krömer auf einem Schiff in Bremerhaven.

Positiv machen sich in den Bremer Häfen dagegen der Umschlag von Massengut und auch das Kreuzfahrtgeschäft bemerkbar. Insgesamt zufrieden zeigte sich die Bremer Logistikgruppe BLG: Man erwarte mit rund 38 Millionen Euro (Ergebnis vor Steuern) im zu Ende gehenden Jahr ungefähr ein Ergebnis vor Steuern wie im Jahr 2018 – so Vorstandschef Frank Dreeke.

Autor

  • Christian Schwalb

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 16. Dezember 2019, 15 Uhr