Bremer Grüne wollen weniger Logistik-Betriebe

  • Grüne haben Positionspapier zum "Gewerbe-Entwicklungsprogramm 2030" formuliert
  • Demnach könnte der Gewerbeflächen-Vorrat schon in zehn Jahren aufgebraucht sein
  • Vorschlag erntet Kritik seitens der Koalitionspartner
Video vom 24. September 2020
Eine große unbebaute Grünfläche in Bremen.
Bild: Radio Bremen

Die Bremer Grünen wollen bei der Vergabe von Gewerbeflächen in Zukunft weniger auf Betriebe aus der Logistik-Branche setzen. Das ist einer der Kernpunkte eines Positionspapiers der grünen Bürgerschaftsfraktion zum "Gewerbe-Entwicklungsprogramm 2030“. Die Koalitionspartner sehen das kritisch.

Der Gewerbeflächen-Vorrat in Bremen könnte in knapp zehn Jahren aufgebraucht sein, so der wirtschaftspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Robert Bücking. Logistikunternehmen würden besonders viel Platz brauchen. Die Grünen schlagen deshalb vor, sich weniger auf die Logistik zu konzentrieren und andere Sektoren zu stärken – wie etwa den Recycling-Bereich.

Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt von den Linken sieht die Gefahr, die Logistikbranche und damit Arbeitsplätze zu verlieren. Auch vom Koalitionspartner SPD kommt Kritik an dem Grünen-Vorschlag: Der wirtschaftspolitische Fraktions-Sprecher Volker Stahmann spricht von einem gefährlichen Signal, Logistik-Unternehmen zu vermitteln, sie seien in Bremen nicht willkommen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Die Nachrichten, 24. September 2020, 17 Uhr