Geno-Aufsichtsrat fordert Konzept für geplanten Stellenabbau

  • Aufsichtsrat fordert Konzept von der Geschäftsführung für Arbeitsplatzabbau
  • Bis 2024 sollen 440 Stellen gestrichen werden
  • Pläne sorgen bei Mitarbeitern und Gewerkschaft für Protest
Video vom 19. Februar 2021
Ein Schild der Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen
Bild: Radio Bremen

Der Aufsichtsrat des Bremer Klinikverbundes Gesundheit Nord (Geno) hat von der Geschäftsführung ein schlüssiges Konzept zum geplanten Arbeitsplatzabbau gefordert. Bis 2024 sollen etwa 440 Stellen in den vier Krankenhäusern gestrichen werden, die zur Geno gehören.

Wie genau der Stellenabbau erfolgen soll und wie stark die einzelnen Abteilungen der Krankenhäuser betroffen sein werden, ist noch unklar, sagte Geno-Sprecherin Karen Matiszick buten un binnen. Die klare Vorgabe für die Geschäftsführung lautet: Spätestens Ende 2024 muss beim Klinikverbund die schwarze Null stehen – und zwar ohne, dass die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser darunter leidet. Betriebsbedingte Kündigungen soll es nicht geben. Frei werdende Jobs würden nicht mehr besetzt, heißt es.

Kundgebung vor dem Büro der Gesundheitssenatorin

Die Pläne der Geno-Leitung sorgen bei den Mitarbeitern und der Gewerkschaft Verdi für Protest. Deswegen gab es nun eine kleine Kundgebung vor dem Amtssitz von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke), die auch Aufsichtsratsvorsitzende der Geno ist. Bernhard unterstützt nach eigenen Worten das Ziel, das jahrelange millionenschwere Defizit der Kliniken bis spätestens 2024 zu beenden.

Gesundheit Nord – wie geht es weiter?

Video vom 29. Januar 2021
Der Eingang vom Klinikum Bremen Mitte.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. Februar 2021, 17 Uhr