Finanzielle Krise der Geno verschärft sich weiter

  • "Weser-Kurier": Krankenhausverbund drohen weitere Millionenverluste
  • Stadt Bremen müsse dringend weiteres Geld zuschießen
  • Zeitung zitiert aus einem vertraulichen Bericht zur Lage der Geno
Die Gesundheit Nord von oben aufgenommen mit einer Drohne.
Schon länger hat der kommunale Krankenhausverbund Gesundheit Nord (Geno) wirtschaftliche Probleme. (Archivbild)

Einem Bericht des "Weser-Kuriers" zufolge verschärft sich die Krise um den kommunalen Bremer Krankenhausverbund Gesundheit Nord (Geno). Offenbar tun sich weitere Millionenlöcher auf. Sollte die Stadt kein zusätzliches Geld zuschießen, wäre die Geno spätestens 2021 zahlungsunfähig, schreibt die Zeitung. Das gehe aus einem vertraulichen Bericht zur aktuellen wirtschaftlichen Lage des Unternehmens hervor. Bis 2023 könnten insgesamt sogar knapp 119 Millionen Euro fehlen, heißt es. Heute wird sich der Senat mit dem Thema befassen.

Vor rund zwei Wochen hatte die Chefin des Klinikverbunds, Jutta Dernedde, erklärt, dass sie das Minus für dieses Jahr auf knapp 18 Millionen Euro schätze. Auch in den nächsten Jahren sei nicht mit schwarzen Zahlen zu rechnen. Grund sei, dass sich immer weniger Menschen stationär behandeln lassen. Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) hatte zuvor drastische Einschnitte bei der defizitären Geno gefordert.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. September 2019, 21 Uhr