Equal Pay Day: In Bremen verdienen Frauen 22 Prozent weniger als Männer

  • Bremen liegt damit unter dem bundesweiten Durchschnitt
  • Der liegt bei gut 21 Prozent
  • Besonders krass sind die Gehaltsunterschiede im Handel
Geldmünzen liegen auf den Geschlechtssymbolen von Männern und Frauen.
Ungleich: Der Gehaltsunterschied zwischen Frauen und Männern ist in Bremen noch etwas größer als im Bundesdurchschnitt. (Symbolbild) Bild: DPA | Sascha Steinach

Aus Anlass des heutigen "Equal-Pay-Days" hat das Statistische Bundesamt die durchschnittlichen Gehälter von Männern und Frauen veröffentlicht. Im Land Bremen sind die Unterschiede bei den Gehältern laut Arbeitnehmerkammer noch etwas größer als im Bundestrend. Frauen bekommen hier im Durchschnitt 22 Prozent weniger Lohn – bundesweit sind es gut 21 Prozent. Am "Equal Pay Day" wird jedes Jahr an die Gehaltsunterschiede zwischen den beiden Geschlechtern erinnert.

Im Handel sind die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen am höchsten. Dort verdienen Bremerinnen durchschnittlich knapp 25 Prozent weniger. Im öffentlichen Dienst ist die Lücke mit gut 5 Prozent deutlich kleiner. Insgesamt sei der Bremer Arbeitsmarkt von gleichen Gehältern aber noch weit entfernt, kritisiert der Geschäftsführer von der Bremer Arbeitnehmerkammer, Ingo Schierenbeck.

Für die Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt es im ganzen Bundesgebiet ähnliche Gründe: Es gibt wenig Frauen in Führungspositionen. Dazu kommt, dass viele in Teilzeit arbeiten – in Bremen zum Beispiel fast die Hälfte.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 18. März 2019, 12 Uhr