Tausende Bremer Haushalte müssen sich auf höhere Gaspreise einstellen

  • Energieversorger SWB erhöht die Preise
  • Mehr als 100 Euro Mehrkosten für Durchschnittsfamilie
  • Deutschlandweit ziehen Gaspreise an
Eine Flamme eines Gasherds
Wer mit Gas heizt oder kocht, muss demnächst mehr zahlen. Bild: Imago | Ralph Peters

In ganz Deutschland müssen gut 1,8 Millionen Haushalte mit höheren Gaspreisen rechnen. Zu diesem Ergebnis kommen Preisvergleichsportale wie Check24 und Verivox. Danach geht fast jeder dritte Gasanbieter mit den Preisen rauf, im Schnitt um fast acht Prozent. Für ein Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden bedeute das Mehrkosten von 111 Euro im Jahr, hat das Vergleichsportal Check24 errechnet.

Starker Preisanstieg in Niedersachsen

Einige haben bereits erhöht, andere kündigen einen Anstieg zum Jahreswechsel an. Auch die SWB wird nachziehen. Noch ist aber unklar, wann der Preisaufschlag kommt und wie hoch er ausfällt.

Am höchsten fallen demnach die Preissteigerungen mit 13 Prozent in Rheinland-Pfalz aus. Aber auch in Brandenburg (11,5 Prozent) und Niedersachsen (10,1 Prozent) müssen die Kunden künftig mehr bezahlen. Vereinzelt haben nach den Angaben beider Portale auch Unternehmen ihre Preise gesenkt.

Höhere Einkaufspreis und Sommer schuld

Dass die Preise für die Erdgaskunden nach Jahren der Entspannung wieder ansteigen, liegt zum einen an höheren Einkaufspreisen. Die Einfuhrpreise für Erdgas, ermittelt vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, sind in den vergangenen zwei Jahren um rund 40 Prozent nach oben gegangen. Zudem soll auch die Trockenheit im Sommer zu den gestiegenen Preisen beigetragen haben: Da nicht mehr so viel Kohle verschifft werden konnte, wurde Energie aus Gas gewonnen. Das wiederum habe die die Nachfrage nach oben getrieben, da Speicher nun wieder aufgefüllt werden müssen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. November 2018, 17 Uhr