"Fridays for Future"-Aktivistin sorgt für Eklat bei Bremer Grünen

  • Bremer Organisatorin von "Fridays for Future" wirft Grünen Versagen in der Umweltpolitik vor
  • Studentin war Gastrednerin auf der Landesmitgliederversammlung der Bremer Grünen
  • Spitzenkandidatin Schaefer verteidigte ihre Partei
Auf einem Schild steht "Fridays for Future".
Unter dem Motto "Fridays for Future" streiken Schüler seit Wochen weltweit, um Politiker auf Missstände in der Klimapolitik aufmerksam zu machen. Bild: dpa | Hauke-Christian Dittrich

Auf der Landesmitgliederversammlung der Bremer Grünen hat es einen Eklat gegeben. Eine Gastrednerin der Bewegung "Fridays for Future" warf den Grünen Versagen in der Umweltpolitik vor.

"Ihr seid nicht die Antwort auf unsere Bewegung", sagte die Studentin Frederike Oberheim, die "Fridays for Future" in Bremen mitorganisiert.

Die Bremer Grünen hätten sich in der Koalition zu lange darauf ausgeruht, dass Morgen auch noch ein Tag sei, um zukunftstaugliche Klimapolitik zu machen. Dabei sei es ihnen nicht gelungen, die Kohlekraftwerke abzuschalten, Feinstaubgrenzwerte zu senken und Bremen klimaneutral zu machen. "Hättet ihr eure Arbeit richtig gemacht", so die Aktivistin, müssten nicht 8.000 bis 10.000 Schülerinnen und Studierende auf die Straße gehen.

Spitzenkandidatin verteidigt Partei

Die grüne Spitzenkandidatin Maike Schaefer verteidigte ihre Partei gegen die Kritik. Ohne die Grünen gäbe es keinen Atomausstieg in Deutschland, sagte sie.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 23. März 2019, 6 Uhr