"Grotesk": Kritik an FDP-Ruf nach Flughafen-Zuschüssen

  • FDP will finanzschwachen Bremer Flughafen unterstützen
  • Die Liberalen fordern fünf Millionen Euro jährlich
  • Übrige Parteien im Landtag sprechen von "Schnellschuss"
Die Abflughalle des Flughafens in Bremen.
"Mit heißer Nadel gestrickt": Der Vorschlag der FDP, den Bremer Flughafen zu subventionieren, stößt auf Kritik. (Archivbild) Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Fünf Millionen jährlich gegen den Sanierungsstau am Flughafen: Diesen Vorschlag der Bremer FDP findet der Grüne Wirtschaftspolitiker Robert Bücking "grotesk". Statt sich mit dem Flughafenbetrieb im Detail auseinanderzusetzen, komme die FDP "mit der Suppenkelle um die Ecke" und schenke Millionen aus.

"Mit heißer Nadel gestrickt" nennt der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD, Dieter Reinken, den FDP-Antrag. Zunächst müsse der Flughafen mal sagen, wie viel Geld er überhaupt braucht. Auch CDU-Chef Jörg Kastendiek nennt die Forderung der Liberalen "aus der Hüfte geschossen und substanzlos". Allerdings benötige der Flughafen ein klares Bekenntnis der öffentlichen Hand.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der Linken, Klaus Rainer Rupp, will sich einer "vorübergehenden Unterstützung des Flughafens nicht verschließen". Jährlich fünf Millionen zu überweisen, wie von der FDP gefordert, sei aber "nicht zulässig".

  • Michael Pundt

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 15. Februar 2019, 7 Uhr