Der Bau boomt in Bremen – aber der Flächenverbrauch sinkt

  • Bremen unterschreitet das Nachhaltigkeitsziel zum Flächenverbrauch
  • Bremen dürfte 90 Hektar pro Jahr verbauen – braucht aber nur 60 Hektar
  • Das liegt vor allem daran, dass in der Stadt gebaut wird
Bauarbeiter auf einer Baustelle
Obwohl in Bremen immer mehr gebaut wird, unterschreitet Bremen das von der Bundesregierung gesetzte Nachhaltigkeitsziel zum Flächenverbrauch. Bild: DPA | Alexander Heinl

Obwohl in Bremen mehr gebaut wird, nimmt der Flächenverbrauch stetig ab. Das geht aus Zahlen des Umweltressorts hervor. Demnach verbrauchen neue Bau- und Verkehrsflächen im Schnitt 60 Hektar Flächen im Jahr. Vor zehn Jahren waren es noch 78 Hektar pro Jahr.

Damit unterschreitet Bremen das von der Bundesregierung gesetzte Nachhaltigkeitsziel zum Flächenverbrauch. Das würde Bremen 90 Hektar pro Jahr erlauben. Dass der Flächenverbrauch zurückgeht, liegt laut Bausenator Joachim Lohse (Grüne) vor allem daran, dass mehr innerhalb der Stadt gebaut wird. Der Grünen-Politiker sieht Bremen damit auf einem guten Weg.

Wir haben Flächenreserven ermittelt für rund 27.000 Wohneinheiten und da kommen immer noch weitere Flächen dazu. Ich gehe davon aus, dass die Flächenreserven für mindestens 10, wenn nicht 15 oder 20 Jahre reichen werden.

Joachim Lohse
Joachim Lohse, Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (Grüne)

Zu wenig Bau-Ausgleichsflächen für die Landwirtschaft

Kritik kommt dagegen vom Bremer Bauernverband. Dessen Geschäftsführer Christian Kluge sagte, der Landwirtschaft werde zu viel Fläche für Bau-Ausgleichsmaßnahmen entzogen. "Immer mehr Fläche rauszunehmen, dabei aber zeitgleich eine Extensivierung zu wünschen, funktioniert nicht, ist ein Stück weit die Quadratur des Kreises, wo man sagen muss: Da müssen wir mal anders hingucken."

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 17. April 2019, 6 Uhr