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Aufsichtsrats-Chef: Flughafen braucht Bremens Hilfe

  • Ekkehart Siering räumt Finanzbedarf des Airports ein
  • Staatsrat hält direkte Subventionen aber für den falschen Weg
  • FDP forderte fünf Millionen Euro jährlich für den Flughafen
Ein Flugzeug der Fluggesellschaft Germania.

Dass Bremens Flughafen Investitionen in zweistelliger Millinonenhöhe bevorstehen, ist schon seit längerem bekannt. Jetzt aber räumt der Flughafen erstmals ein, dass er ohne Hilfe der Stadt Bremen wohl nicht auskommt. Bremen müsse seinen finanzschwachen Flughafen unterstützen, sagt dessen Aufsichtsratschef Ekkehart Siering, der gleichzeitig Staatsrat im Wirtschaftsressort des Senats ist. Einen jährlichen Millionen-Zuschuss, wie von der Bremer FDP gefordert, lehnt Siering allerdings ab. Und einen akuten Finanzbedarf sieht er auch nicht.

Wenn keine weiteren Katastrophen passieren und uns keine weiteren Airlines abhanden kommen, dann gehe ich fest davon aus, dass eine Finanzspritze in diesem Jahr nicht erforderlich ist.

Ekkehart Siering, Chef des Flughafen-Aufsichtsrats

Zwar müsse Bremen seinen finanzschwachen Flughafen unterstützen. Schließlich benötigt dieser mehr als 60 Millionen Euro für Sanierungen. Bevor die Stadt mit Zuschüssen einspringe, müsse aber erst "jeder Stein umgedreht" werden. In den Augen von Siering ist eine indirekte Unterstützung der bessere Weg. "Eine Möglichkeit wäre, die Flughafenfeuerwehr der Bremer Berufsfeuerwehr zuzuordnen." So käme das Geld für die Flughafenfeuerwehr aus dem Budget des Innenressorts.

Subventionen für Flughäfen in öffentlicher Hand sind in der EU streng reguliert. Nur Flughäfen bis zu 5 Millionen Passagiere dürfen Beihilfen für Investitionen erhalten. Der laufende Betrieb darf ab 2024 überhaupt nicht mehr bezuschusst werden.

 

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier News, 15. Februar 2019, 8 Uhr