Sinkende Einnahmen zwingen Bremische Evangelische Kirche zum Sparen

  • Kirche will bis November einen Sparplan vorlegen
  • Kirchensteuern waren auch wegen Corona eingebrochen
  • Bis 2030 könnten bis zu 30 Prozent der Einnahmen wegfallen
Das Haus der Kirche in Bremen, Sitz der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK).
Die Bremische Evangelische Kirche steht bis Ende des Jahrzehnts vor deutlichen Einschnitten. (Archivbild) Bild: Imago | Eckhard Stengel

Die Bremische Evangelische Kirche (BEK) will bis zum November einen Sparplan vorlegen. Das wurde auf dem virtuellen Kirchentag bekannt. Hintergrund sind sinkende Einnahmen aus der Kirchensteuer. Bis Ende des Jahrzehnts gehen diese voraussichtlich um 30 Prozent zurück. Entsprechende Ausgabenkürzungen sollen auf allen Ebenen erfolgen, hieß es auf dem Bremischen Kirchentag. Dazu werde nun ein Beteiligungsverfahren gestartet.

Kirchensteuer bricht 2020 um knapp zehn Prozent ein

Die Kirchensteuereinnahmen der BEK sind im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2019 um knapp zehn Prozent gesunken. In erster Linie aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie, hatte Schatzmeister Oliver Gampper schon im März erklärt. Die Kirchensteuer ist an das Einkommen gekoppelt und viele hätten zum Beispiel durch Kurzarbeit weniger verdient. Bremen sei damit unter den evangelischen Landeskirchen in Deutschland mit am stärksten von Rückgängen betroffen.

Bremer Kirchen geraten durch Corona finanziell unter Druck

Video vom 18. Dezember 2020
Über einem Eingang steht in golderner Schrift "Haus der Kirche".
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Nachrichten, Bremen Zwei, 19. Mai 2021, 17 Uhr