"Denkbar schlechteste Lösung" – CDU kritisiert Bremer Ferien-Regelung

  • Senat delegiere die Entscheidung an die Eltern, so die Bremer CDU
  • Bremen lasse die Lehrkräfte in der Unterrichtsplanung im Unklaren
  • CDU fordert klare Entscheidung
In einem Klassenzimmer sind die Stühle auf die Tische gestapelt, an der Tafel steht "CoronaFerien".
Die CDU hat den Bremer Sonderweg im Bezug auf die Weihnachtsferien kritisiert. Bild: DPA | Revierfoto

Die CDU hat den Bremer Sonderweg rund um die verlängerten Weihnachtsferien kritisiert. "Der nun von Bremen eingeschlagene Weg, im Grunde genommen nichts zu entscheiden, die Lehrkräfte für ihre Unterrichtsvorbereitung vollends im Unklaren zu lassen und die Entscheidung einfach an die Eltern zu delegieren, halte ich in jedem Fall für die denkbar schlechteste Lösung", sagte die bildungspolitische Sprecherin Yvonne Averwerser.

Averwerser forderte eine klare Entscheidung – entweder für den früheren Ferienbeginn oder dagegen. Am Mittwoch hatten sich die Länder und der Bund darauf geeinigt, dass der 19. Dezember der erste Ferientag sein soll. Dadurch soll eine weitere Ausbreitung des Coronavirus über die Feiertage verhindert werden.

Bremen stellt Eltern jedoch frei, ob sie ihre Kinder auch in den folgenden Tagen noch in die Schule schicken. "Wir haben in Bremen die flexibelste und beste Lösung", sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte am Donnerstag im Interview auf Bremen Vier. Aus seiner Sicht entlaste diese Lösung Eltern, die keinen Urlaub mehr haben und sonst Probleme bei der Kinderbetreuung hätten.

So viele Schüler und Lehrer sind positiv auf Corona getestet worden

Video vom 21. November 2020
Grafik mit den Angaben über corona-infizierte Schüler*innen und Beschäftige an Schulen.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 27. November 2020, 18 Uhr