Bremer FDP kritisiert scharfe Rhetorik nach Streit um Thüringen-Wahl

  • Liberale kritisieren Art der Diskussion um thüringischen FDP-Mann Kemmerich
  • Fraktionschefin Lencke Wischhusen steht im Fokus der Kritik von Linken und SPD
  • Laut FDP wurden Bremer Partei-Mitarbeiter beleidigt und bespuckt
Lencke Wischhusen von der Bremer FDP blickt auf ihr Smartphone.
Lencke Wischhusen wurde nach ihrer Reaktion auf die umstrittene Ministerpräsidenten-Wahl in Thüringen scharf kritisiert. Bild: Imago | Sven Simon

Nach der umstrittenen Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum neuen thüringischen Ministerpräsidenten fordert die Bremer FDP eine Versachlichung der Diskussion. Ein Sprecher sagte zu buten un binnen, die scharfe Rhetorik einiger Parteien in Bremen vergifte das politische Klima. So seien vereinzelt Bremer FDP-Mitarbeiter von Unbekannten beleidigt und bespuckt worden.

Linke spricht von "Pakt mit Faschisten"

Linke und SPD in Bremen hatten zuvor ihre künftige parlamentarische Zusammenarbeit mit den Bremer Liberalen mit teils deutlichen Worten infrage gestellt. Linken-Fraktionschef Janßen warf der FDP einen "Pakt mit Faschisten" vor. Ein Sprecher wies die unterstellte Nähe der FDP zur AfD als "absurd" zurück. Das Verhalten einzelner gegen eine demokratische Partei sei schockierend.

Ziel der Kritik von Linken und SPD in Bremen war FDP-Fraktionschefin Lencke Wischhusen. Sie hatte Kemmerich nach seiner Wahl zunächst gratuliert und erst einen Tag später genau diese Wahl "als einen Fehler" bezeichnet. Die Liberalen wollen nun ein klärendes Gespräch mit den Fraktionsvorsitzenden der rot-grün-roten Bremer Landesregierung führen.

Bremer FDP uneinig im Fall Kemmerich

Video vom 6. Februar 2020
Ministerpräsident von Thüringen Thomas Kemmerich bei einer Pressekonferenz

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 7. Februar 2020, 17 Uhr