Trotz Ärztemangel: Zahl der Bremer Fachärzte steigt

  • Zahl der Bremer Fachärzte ist seit 2010 um 10 Prozent gestiegen
  • Zuwachs unter anderem bei Radiologen und Frauenärzten
  • Deutlicher Rückgang bei Nervenärzten und Psychotherapeuten
Ein Arzt bespricht eine Röntgen-Aufnahme mit einer Patientin
Vor allem Radiologen, Nuklearmediziner und Strahlentherapeuten gibt es in Bremen weit mehr als noch 2010. Bild: DPA | Christin Klose

In vielen Stadtteilen Bremens herrscht Ärztemangel. Dabei ist die Zahl der niedergelassenen Fachärzte im Land Bremen in den vergangenen Jahren tatsächlich gestiegen, seit 2010 um etwa zehn Prozent. Das geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der SPD-Fraktion hervor. Zuwächse gibt es demnach vor allem bei den Radiologen, Nuklearmedizinern und Strahlentherapeuten.

Politik hat kaum Einfluss

Ende 2017 gab es in Bremen und Bremerhaven insgesamt 50 kassenärztlich zugelassene Radiologen. 2010 waren es noch lediglich 40 gewesen. Die Zahl der Nuklearmediziner hat sich sogar fast verdoppelt – von 9 auf 16. Überdurchschnittlich stark wuchs auch die Zahl der Augenärzte und der Frauenärzte. Dagegen gibt es deutlich weniger Nervenärzte und ärztliche Psychotherapeuten als 2010.

Aus der Antwort des Senats geht auch hervor, dass die Politik kaum Einfluss auf die Versorgung einzelner Stadtteile mit Haus- und Fachärzten habe. Die Planungshoheit liegt laut Gesetz vor allem in der Hand der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Gesundheitssenatorin kann die Pläne lediglich beanstanden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 25. März 2019, 7 Uhr