Gescheiterte Pkw-Maut: Regierung kündigt Vertrag mit CTS-Eventim

  • Ticketanbieter sollte Maut kassieren
  • Verkehrsministerium hat den Auftrag gekündigt
  • Schaden sei vertraglich abgesichert, so Eventim
Maut-Schild und Autobahn.
CTS-Eventim sollte die geplante PKW-Maut kassieren: Daraus wird nun nichts mehr. Bild: DPA | Christian Ohde/Chromorange

Die Pläne des Bundesverkehrsministeriums für eine deutsche Pkw-Maut liegen jetzt zunächst einmal auf Eis. Der Europäische Gerichtshof hatte am Dienstag entschieden, dass die Maut in der jetzigen Form gegen europäisches Recht verstößt. Auch für den Ticketanbieter CTS-Eventim mit Sitz in Bremen und München hat das Konsequenzen. Das Unternehmen sollte zusammen mit einem Partner die Vignetten für die Autobahnen verkaufen, die Maut kassieren und die Umsetzung kontrollieren.

Nach dem Urteil hat Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den beiden Unternehmen jetzt gekündigt. Der Auftrag hatte eine Größenordnung von zwei Milliarden Euro. Trotzdem gibt sich das Unternehmen grundsätzlich gelassen.

Unsere Verträge enthalten Schutzbestimmungen, die Vermögensschäden für die Betreibergesellschaft und ihre Gesellschafter vorbeugen. Dies gilt auch für den Fall, dass die Infrastrukturabgabe nicht eingeführt werden sollte.

Ad-hoc-Mitteilung der CTS EVENTIM AG & Co. KGaA

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 19. Juni 2019, 12 Uhr