Infografik

Hier sind die Wahlergebnisse besonders auffällig

Bremen hat anders gewählt als der bundesweite Durchschnitt. Die Ergebnisse einiger Stadtteile zeigen dabei Überraschungen und klare Tendenzen. Besonders auffällig sind die Ergebnisse im Viertel, Blumenthal, Borgfeld und Walle.

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Bundesweit ist die Wahlbeteiligung mit 76,2 Prozent im Vergleich zur letzten Wahl leicht gestiegen, Bremen liegt bei 70,7 Prozent. Im Stadtteil-Vergleich bleibt Borgfeld Spitzenreiter: 87,71 Prozent der Wahlberechtigten gingen hier zur Wahl – so viele wie nirgendwo sonst. Dabei konnte Borgfeld als Wahlhochburg die traditionell gute Beteiligung im Vergleich zur letzten Bundestagswahl nochmal um 1,51 Prozent toppen. Auch sehr aktiv waren das Blockland mit 85,38 Prozent, Schwachhausen mit 84,67 Prozent und Oberneuland mit 83,86 Prozent. Die wenigsten Menschen wählten in Gröpelingen – hier waren es nur 56,41 Prozent der Wahlberechtigten.

AfD punktet in Blumenthal und Leherheide

Menschen sitzen in einem Bremer Wahllokal in den Wahlkabinen, davor ein Kreis mit einem Kreuz darin.
In Blumenthal erzielte die AfD ihr bestes Ergebnis. Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

In Bremen-Nord konnte die AfD rund um Spitzenkandidat Frank Magnitz die besten Ergebnisse einfahren. Mit 15,99 Prozent liegt Blumenthal auf Platz Eins, gefolgt von Osterholz mit 14,25 Prozent, der Vahr mit 13,66 Prozent, Seehausen mit 13,59 Prozent und Gröpelingen mit 13,31 Prozent. In Bremerhaven stimmten mit 15,25 Prozent in Leherheide die meisten Menschen für die AfD. In den Bereichen Östliche Vorstadt, Mitte, Schwachhausen und Neustadt wurde der AfD mit Ergebnissen von 4,36 bis 5,91 Prozent eine klare Absage erteilt.

Viertel rückt weiter nach links

Das Viertel ist bunt – nach der Wahl dominieren hier jedoch klar die Rot- und Grüntöne. Fast die Hälfte aller Wähler stimmte für Die Linke und die Grünen. Mit 22,25 Prozent siegt in der Östlichen Vorstadt Die Linke, auch in Mitte konnte die Linkspartei mit 22,13 Prozent einen Sieg einfahren und liegt in der Neustadt mit 21,69 Prozent nur ganz knapp hinter der SPD.

CDU und SPD führend in ihren Hochburgen

Auch in Walle erzielte Die Linke mit 18,53 Prozentpunkten ein gutes Ergebnis, die CDU dagegen verbuchte hier mit 17,74 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis. Ähnlich schlecht sieht es für die CDU in der Neustadt aus, auch hier gab es nur 18,63 Prozent der Stimmen. Klar für sich behaupten konnte die CDU die traditionell konservativen Stadtteile Borgfeld, Oberneuland, Horn-Lehe, Schwachhausen und das Blockland. Die SPD konnte in Bremerhaven ihr bestes Ergebnis erzielen: in Surheide wählten 38,15 Prozent der Wahlberechtigten SPD. Gröpelingen liegt mit 34,55 Prozent auf dem zweiten Rang der SPD-Hochburgen. Am schlechtesten schnitt die SPD in der Neustadt ab: nur 22,86 Prozent der Stimmen konnte die SPD hier einsammeln.

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Autorin

  • Angela Weiß

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 25. September 2017, 6 Uhr

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