Eckhoff verzichtet auf Bewerbung als CDU-Spitzenkandidat

  • Jens Eckhoff informierte Parteifreunde per Brief
  • Es fehle in der Partei an Rückhalt für seine Kandidatur
  • Offenbar bewirbt sich der IT-Unternehmer Carsten Meyer-Heder um die Spitzenkandidatur
Der CDU-Abgeordnete Jens Eckhoff bei einer Rede in der Bremischen Bürgerschaft.

Jens Eckhoff will sich nicht auf den Posten als Spitzenkandidat der Bremer CDU für die Bürgerschaftswahl 2019 bewerben. Das hat er seinen Parteifreunden per Brief mitgeteilt. Er schrieb seinen Parteifreunden auch, dass es ihm in der Bremer CDU an Unterstützung für eine Kandidatur fehle.

Vor allem Landesvorsitzender Jörg Kastendiek und Fraktionsvorsitzender Thomas Röwekamp hätten deutlich gemacht, "dass sie eine Kandidatur meiner Person als Spitzenkandidat für die Bürgerschaftswahl nicht unterstützen würden und sie einen anderen Kandidaten präsentieren wollen". Auch in seinem Kreisverband werde diese Position von einigen führenden Mitgliedern geteilt, schreibt er in dem Brief, der Radio Bremen vorliegt.

Eckhoff will Kampfkandidatur vermeiden

Seit 30 Jahren hat der CDU-Mann, der früher Bausenator in Bremen war, nach eigenem Bekunden auf den Regierungswechsel in Bremen hingearbeitet. Der sei nun zum Greifen nahe. Deswegen sei ihm der Verzicht auf die Kandidatur jetzt "sehr, sehr schwer gefallen“.

Er wolle eine parteiinterne Kampfkandidatur vermeiden. Als Kreisvorsitzender will er im März aber zur Wiederwahl antreten.

Am 22. Januar wird der CDU-Landesvorstand entscheiden, wen er den Christdemokraten als Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl vorschlagen will. Dem Vernehmen nach könnte es auf den Bremer IT-Unternehmer Carsten Meyer-Heder hinauslaufen. Dieser führt die Bremer IT-Firma Team Neusta. Endgültig trifft dann ein Landesparteitag im Mai die Entscheidung.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 12. Januar 2018, 16 Uhr