Hochrisikospiele: Bremen fordert weitere 1,2 Millionen Euro von DFL

  • Laut "Weser-Kurier" hat Bremen vier weitere Gebührenbescheide abgeschickt
  • Bundesverwaltungsgericht gab Bremen im März grundsätzlich Recht
  • Detailfragen liegen immer noch beim Oberverwaltungsgericht
Ein Polizist im Gegenlicht vor dem Weser-Stadion.
Sogenannte Hochrisikospiele, wie etwa Werder gegen HSV, waren Ursprung für den Rechtsstreit. Schnell können dort anstatt der üblichen 200 Polizeibeamten bis zu 1.000 nötig werden. Bild: DPA | Kirchner/Inderlied

Die Bremer Innenbehörde hat der Deutschen Fußball-Liga (DFL) offenbar weitere Rechnungen für sogenannte Hochrisikospiele geschickt. Wie der "Weser-Kurier" berichtet, geht es um fast 1,2 Millionen Euro für vier Partien – zu zahlen bis Ende September.

Gegen einen ersten Gebührenbescheid aus Bremen hatte die DFL durch alle Instanzen geklagt. Am Ende urteilte das Bundesverwaltungsgericht, dass Bremen die Gebühren grundsätzlich verlangen darf. Gleichzeitig wurden Detailfragen jedoch zurück an das Oberverwaltungsgericht in Bremen überwiesen. Diese sind nach wie vor nicht abschließend geklärt.

Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) hatte das Thema im Juni zudem zu einem Gesprächsthema in der Innenministerkonferenz gemacht. Sein Vorschlag: Eine bundesweiten "Fußballsolidarfonds" zu etablieren, in die der Profifußball einzahlt und aus dem Bund und Länder einen Teil ihrer Polizeikosten refinanziert bekommen. Unter anderem schloss sich Rheinland-Pfalz dem Bremer Vorstoß an, andere Innenminister hingegen reagierten zögerlich bis ablehnend.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 4. September 2019, 7 Uhr