Geplantes Drogenhilfezentrum am Bremer Hauptbahnhof eröffnet erst 2023

Audio vom 8. Oktober 2021
Drei Junkies die auf offener Straße mit Drogen handeln im Bremer Regierungsviertel.
Bild: Radio Bremen
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  • Eröffnung des Drogenhilfezentrums verzögert sich
  • Gesundheitsressort geht von 2023 statt 2022 aus
  • Vertrag für Gebäude soll im November geschlossen werden

Im Jahr 2022 sollte das Drogenhilfezentrum eröffnet werden. So hatte es Bremens Gesundheitsressort vorigen November verkündet. Jetzt geht die Gesundheitsbehörde davon aus, dass das Drogenhilfezentrum, das Bremen in Bahnhofsnähe plant, erst im Jahr 2023 an den Start gehen wird. Um welches Gebäude es sich konkret handelt, verrät das Ressort nicht. Auch müsse Immobilien Bremen noch Details prüfen, ehe der Vertrag im November unterzeichnet werden könne, so eine Sprecherin.

Bremen möchte dem offenen Crack-Konsum im Regierungsviertel, zwischen Wallanlangen und Hauptbahnhof, entgegen wirken. Die Stadt plant ein Drogenhilfezentrum mit Beratungs- und Konsummöglichkeiten unter einem Dach. Streetworker wünschen sich darin ein Café, eine Kleiderkammer, eine Dusche, einen Konsumraum, einen Ruheraum sowie eine medizinische Ambulanz zur Versorgung Drogenabhängiger.

Derzeit gibt es einen provisorischen Drogenkonsumraum in der Friedrich-Rauers-Straße hinter dem Bahnhof. Er gilt jedoch als ungeeignet für die Crack-Szene.

Das plant Bremen gegen den Crack-Konsum im Regierungsviertel

Video vom 17. November 2020
Die Friedrich Rauers Straße hinter dem Bahnhof mit Containern für Drogenabhängige.
Bild: Radio Bremen
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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. Oktober 2021, 11 Uhr