Coronavirus: Häfen im Land Bremen drohen Umsatzeinbußen

  • Schon jetzt werden in China weniger Waren zu den Häfen geliefert
  • Handelskammer rechnet mit Störungen in den Lieferketten
  • Hamburg erwartet 100.000 Container weniger
Container stehen im Hafen.
In den Häfen in Bremen und Bremerhaven könnte es zu Umsatzeinbrüchen kommen.

Die Handelskammer Bremen befürchtet starke Einbrüche im Hafenumschlag, sollte die Produktion in China durch das Coronavirus weiter gelähmt bleiben. Die Häfen in China arbeiteten zwar noch, allerdings habe der inländische Warenverkehr zu den Häfen deutlich nachgelassen, sagte ein Sprecher der Handelskammer.

Viele Unternehmen in China haben ihre Werksferien laut Bremer Handelskammer bis Anfang nächster Woche verlängert. Man hoffe auf einen Nachholeffekt, mit dem zurückgehende Umschlagszahlen ausgeglichen werden könnten. "Wenn China und seine Produktionszentren länger gelähmt bleiben sollten, müssen wir uns mit ernsthaften Störungen in den Lieferketten auseinander setzen – und das würde auch die Gesamtwirtschaft weltweit treffen", so die Handelskammer.

Hamburg erwartet 100.000 Container weniger

Sprecher von BLG und Eurogate wollten einen Umschlagsrückgang durch den Coronavirus nicht bestätigen. Auch äußerten sie sich nicht dazu, wie hoch der Umschlagsrückgang bislang ist. In Hamburg rechnet der Unternehmensverband Hafen in den kommenden Monaten mit 100.000 Containern weniger.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 5. Februar 2020, 19 Uhr