Senatorin Bernhard kann sich Verschärfungen in Bremen vorstellen

  • Bremens Gesundheitssenatorin schließt weitere Beschränkungen nicht aus
  • Kita- und Schulschließungen kommen laut Bernhard nicht in Frage
  • Senat will sich am Dienstag beraten
Video vom 23. Oktober 2020
Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard im Interview.
Bild: Radio Bremen

Soziale Kontakte reduzieren, Maske tragen, Abstand halten: Mit zahlreichen Maßnahmen wird seit Monaten versucht, die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. Doch in Bremen steigen weiterhin die Zahlen: Das Bremer Gesundheitsressort hat am Freitag 133 Neuinfektionen für das Land gemeldet. 130 davon in der Stadt Bremen. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner für die Stadt Bremen hat einen Höchststand von 113,8 erreicht.

Angesichts dieser Zahlen erwägt Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke), die aktuell geltenden Corona-Regeln weiter zu verschärfen. "Aus meiner Sicht müssen wir darüber nachdenken, wo wir beispielsweise im Zusammenhang mit Schule und mit Sportaktivitäten, also mit dem, was wir letztendlich alles noch erlaubt haben in den letzten Monaten, doch noch mal deutlich definieren müssen, ob wir das weiter begrenzen", sagte Bernhard am Freitag.

Wir haben uns eigentlich fest vorgenommen, dass so etwas wie Kita-Schließungen und Schul-Schließungen für uns absolut nicht mehr in Frage kommen.

Claudia Bernhard (Linke), Gesundheitssenatorin Bremen

Doch einen Lockdown wie im Frühjahr soll es laut der Gesundheitssenatorin nicht geben. "Wir haben uns eigentlich fest vorgenommen, dass so etwas wie Kita-Schließungen und Schul-Schließungen für uns absolut nicht mehr in Frage kommen." Die Konsequenzen auf anderen Ebenen wären einfach zu schwerwiegend, sagte Bernhard weiter. Am Dienstag will sich der Senat Bernhards Angaben zufolge beraten, darüber, "wo es noch Spielräume gibt, Maßnahmen zu schärfen, stärker zu kontrollieren".

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 23. Oktober 2020, 19.30 Uhr