Meinungsmelder

Corona-Lockerungen erfüllen Radio Bremen Meinungsmelder mit Sorgen

Umso wichtiger findet der Großteil der fast 1.250 Befragten den regen politischen Austausch zur Pandemie. Auf Kritik stößt das "Hin und Her" zwischen Bund und Ländern.

Video vom 15. Mai 2020
Mittels einer Videokonferenz unterhalten sich zwei Frauen. Eine Frau sitzt vor ihrem PC, die andere ist auf den Monitor zugeschaltet.
Bild: Radio Bremen

"Sorge", "Zwiespalt", "Unsicherheit": Das sind die Begriffe, die die Radio Bremen Meinungsmelder am häufigsten gebrauchen, um zu beschreiben, was sie mit den bevorstehenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen verbinden. Dazu zählen beispielsweise die Öffnungen der Gaststätten, der Kitas und Schulen.

Beispielhaft teilt eine 60-jährige Meinungsmelderin hierzu mit: "Ich sehe es als falsch an, die Lockerungen so schnell voranzutreiben. Viele Menschen glauben, wir bewegen uns in Richtung Normalität, und verhalten sich dementsprechend leichtsinnig und gefährdend."

Aus dem Rahmen fallen Aussagen wie diese einer 52-jährigen Befragten: "Da ohnehin keine konsequente Einhaltung der Behörden bezüglich der Bestimmungen getätigt wurde und wird, bin ich froh, wenn der Unsinn aufhört."

Was Meinungsmelder mit Lockerungen verbinden

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Zuspruch für politische Diskussion

Losgelöst von der Frage, ob die Politik richtig damit liegt, die Corona-Schutzmaßnahmen zu lockern, charakterisieren 40 Prozent der Meinungsmelder die politischen Diskussionen um die Pandemie als "wichtig" und nur sieben Prozent als "übertrieben". Exemplarisch stellt Meinungsmelder Andre Freese fest: "Ich sehe eine weitgehend konstruktive und um Ernsthaftigkeit bemühte Diskussion sowohl von der Mehrheit der Politiker als auch der Presse."

Gleichwohl bemängeln 37 Prozent der Meinungsmelder das "Hin und Her" bei den Diskussionen. Von einem "Flickenteppich" und einem "Hickhack an Verordnungen" ist die Rede. "Unübersichtlich" findet Meinungsmelderin Sandra Bielefeld die Situation. "Jedes Bundesland kocht sein eigenes Süppchen", bemängelt Germa Meinken.

Auch kritisieren einige Befragte, dass mit den Diskussionen zwischen Bund und Ländern eine zweifelhafte Dynamik in den Umgang mit der Pandemie eingekehrt sei. So sagt Meinungsmelderin Christina Wilhelm, dass sie sich über "Überbietungswettbewerbe" ärgere. Richtig fände sie eine "Politik des Abwartens".

Wie Meinungsmelder die politische Diskussion wahrnehmen

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Autor

  • Alexander Schnackenburg

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 15. Mai, 19.30 Uhr