Corona-Pandemie trifft Bremer Kultur weniger hart als befürchtet

  • Kulturressort geht von geringerem Zuschussbedarf aus als befürchtet
  • Sieben statt zehn Millionen sollen demnach notwendig sein
  • Stadt Bremen übernimmt auch Kosten privater Kultur-Betriebe
Viele leere blaue Klappstühle in der Sonne
Viele Kultur-Veranstaltungen fielen und fallen wegen Corona in diesem Jahr aus. Bild: DPA | Andreas Franke

Die Corona-Pandemie hat die Bremer Kultur finanziell weniger hart getroffen als ursprünglich befürchtet. Das Kulturressort schätzt den Zuschussbedarf auf rund sieben Millionen Euro. Ende Juni hatte man noch mit zehn Millionen gerechnet.

Finanziell am besten läuft es in Corona-Zeiten beim Theater Bremen, den Bremer Philharmonikern und dem Musikfest Bremen. Zwar gab es kaum Veranstaltungen, weil die Beschäftigten aber in Kurzarbeit sind, benötigen diese städtischen Betriebe keine Zuschüsse. Anders bei den Privaten: ob Kunstverein, Kammerphilharmonie, Shakespeare Company, Kommunalkino oder soziokulturelle Zentren – ihnen allen fehlen die Besucher. Zwar haben diese Betriebe schon drastisch Kosten eingespart. Trotzdem bleibt in diesem Jahr ein Minus von 2,9 Millionen Euro, heißt es in einer Senatsvorlage. Das übernimmt nun die Stadt und finanziert das aus dem Bremen-Fonds für die Folgen von Corona.

Weitere 4,1 Millionen gehen voraussichtlich an Musikschule, Stadtbibliothek, VHS und die Museen. Auch für das kommende Jahr rechnet das Kulturressort damit, dass private Kulturbetriebe Corona-Hilfen brauchen. In welcher Höhe ist aber noch unklar. Freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern will Bremen künftig mit mehr Projektförderung und Stipendien unter die Arme greifen. Nach dem Auslaufen der Soforthilfe Ende August erarbeite man gerade neue Grundlagen, schreibt das Kulturressort.

Bremen stützt Kultureinrichtungen mit Millionen

Video vom 29. Juni 2020
Der Eingang der Bremer Volkshochschule.
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Michael Pundt

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 2. September 2020, 19:30 Uhr