Bovenschulte fordert Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert

Bovenschulte fordert Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert

Andreas Bovenschulte (SPD), Bürgermeister von Bremen, spricht bei einer Sondersitzung der Bremischen Bürgerschaft zu neuen Corona-Maßnahmen.
Bild: DPA | Sina Schuldt
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  • Bremens Bürgermeister spricht sich in der Zeitung "Die Welt" für neue Kriterien aus, um Corona-Lage zu bewerten
  • Neuer Wert soll Infektionszahlen und Impfquote miteinander ins Verhältnis setzen
  • Bund-Länder-Konferenz zur Corona-Lage findet Dienstag statt

Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) fordert eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz als Richtwert in der Pandemie. Kurz vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen sprach er sich für neue Kriterien aus, um die Corona-Lage zu bewerten.

Laut Bovenschulte braucht es einen neuen Wert, der Infektionszahlen und Impfquote miteinander ins Verhältnis setzt. Dank der Impfungen sei es inzwischen deutlich unwahrscheinlicher, schwer zu erkranken, sagte er der Zeitung "Die Welt". Das müsse bei neuen Corona-Regeln berücksichtigt werden.

RKI will an Inzidenz festhalten

Ähnlich äußerte sich auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Er rief Bund und Länder auf, sich auf neue Richtwerte in der Pandemie zu verständigen. Über die Aussagekraft des Inzidenzwerts wird seit einigen Wochen diskutiert. Mehrere Bundes- und Landespolitiker finden, dass die Inzidenz nicht mehr der einzige Corona-Messwert sein soll. Das Robert Koch-Institut dagegen will an diesem Leitwert festhalten.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. August 2021, 6 Uhr