Meyer-Heder wechselt Standpunkt: Investitions-Absicht überrascht viele

  • Carsten Meyer-Heder wischt bisherige CDU-Position vom Tisch
  • Es soll investiert und nicht nur Schulden getilgt werden
  • Andere Parteien sind überrascht über den Sinneswandel
CDU Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder.

Die Politik in Bremen zeigt sich erstaunt über den Sinneswandel bei der CDU und deren Spitzenkandidaten Carsten Meyer-Heder. Die Christdemokraten hatten am Mittwoch beschlossen, die zusätzlichen Gelder aus dem Länderfinanzausgleich doch nicht komplett in die Schuldentilgung stecken zu wollen.

Egal, wen man fragt: SPD, Linke, Grüne und AfD sind allesamt erstaunt über den Schwenk der CDU. Und alle gratulieren der CDU zur Einsicht. Es ist fraglos ein vergiftetes Lob, das die Christdemokraten da bekommen. Die grüne Fraktionsvorsitzende Maike Schäfer kann kaum glauben, dass der Spitzenkandidat der Christdemokraten die bisherige Position der CDU handstreichartig vom Tisch fegt. Hatte doch die CDU-Fraktion seit mehr als einem Jahr immer wieder gefordert, dass alles zusätzliche Geld in die Schuldentilgung muss. Davon sei nun nicht mehr die Rede.

Den Fraktionsvorsitzenden der SPD lässt das an der Verlässlichkeit der CDU zweifeln. Kristina Vogt, Spitzenkandidatin der Linken, vermutet, dass auch die CDU nun verstanden habe, dass die Wähler nicht dumm sind. Man könne nicht bessere Schulen und mehr Polizisten versprechen, ohne dafür Geld auszugeben. Die AfD findet den Sinneswandel der CDU vernünftig – bevor investiert werde, müsse jedoch eine Gesamtübersicht her, wo Geld zuerst gebraucht werde.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 19. März 2019, 19:30 Uhr