Wirtschaftssenatorin: Werder soll Leistungszentrum selbst finanzieren

  • Senatorin Vogt (Die Linke) will nicht bei Finanzierung des Leistungszentrums helfen
  • Bürgerschaft debattiert heute über Bremens Rechnungen für Hochrisikospiele
  • Werder-Präsident Hess-Grunewald fordert Solidarität von anderen Profiklubs
Bildmontage: Kristina Vogt und Frank Baumann
Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) ist der Ansicht, dass Bremen sein geplantes Nachwuchsleistungszentrum selbst finanzieren muss. Bild: Eckhard Stengel/Nordphoto | Imago

Der Streit um's Geld zwischen Werder Bremen und der Stadt geht weiter. Vor dem Hintergrund der heutigen Aktuellen Stunde in der Bremischen Bürgerschaft, hat Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Die Linke) nun nachgelegt. Gegenüber dem "Weser-Kurier" sagte sie, dass Werder sein in der Pauliner Marsch geplantes Nachwuchsleistungszentrum allein finanzieren müsse. "Grundsätzlich sehen wir den Verein hier in der Pflicht, ein Leistungszentrum zu finanzieren", sagte sie der Zeitung.

Auf Antrag der FDP debattiert die Bürgerschaft heute Vormittag über das Thema Werder. Den Liberalen geht es vor allem um Rechnungen für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen. Die hält die FDP für einen Fehler. Für sie ist das ein erster Schritt, staatliche Sicherheitsleistungen zu privatisieren. Sportdirektor Baumann hatte vor kurzem unter anderem von einem Wettbewerbsnachteil durch die Polizeikosten bei Hochrisikospielen gesprochen und damit die Politik von Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) kritisiert.

Werder-Präsident Hubertus Hess-Grunewald sieht im Streit um die Kosten für Polizeieinsätze bei Hochrisikospielen auch die anderen deutschen Profiklubs in der Pflicht. Im Gespräch mit dem Portal "Deichstube" forderte er von denen solidarisches Handeln ein. "Es kann nicht im Sinne des Fair-Play-Gedankens unserer Gemeinschaft der Profiklubs sein, einem Verein in dieser Art einen Wettbewerbs-Nachteil aufzubürden", sagte der 58-Jährige.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Morgen, 25. September 2019, 8 Uhr