Bremische Bürgerschaft diskutiert über Zunahme von häuslicher Gewalt

  • FDP fordert mehr Mittel für Frauenhäuser
  • Auch Jugendhilfe-Einrichtungen sollen finanziell besser ausgestattet werden
  • Polizeistatistik zeigt, dass es 2020 mehr häusliche Gewalt gab
Eine Frau hält abwehrend die Hände in Richtung des Betrachters.
Die Lage in vielen Familien und Paaren hat sich durch Corona zugespitzt – die Kriminalstatistik verzeichnet für Bremen 16 Prozent mehr Anzeigen im Bereich häuslicher Gewalt. (Symbolbild) Bild: Imago | Pixsell

Die FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft fordert den Bremer Senat auf, mehr gegen häusliche Gewalt zu tun. Ein entsprechender Antrag wird am Nachmittag im Landesparlament debattiert. Darin fordern die Freien Demokraten unter anderem Frauenhäuser und Jugendhilfe-Einrichtungen finanziell besser auszustatten.

Die Polizeistatistik für das Jahr 2020 zeige, dass häusliche Gewalt um knapp 16 Prozent in der Stadt Bremen zugenommen hat – ein deutlicher Zuwachs. Ein Grund dafür sei die Corona-Pandemie, die Familien unter Druck setze und Gewalt-Opfer isoliere. Daher müssten Online-Hilfsangebote sowie Hotlines besonders gefördert werden, so die FDP.

So wirkt sich die Pandemie auf die Bremer Kriminalstatistik aus

Video vom 17. März 2021
Ein Zettel mit der Kriminalstatisstistik von Bremen der Polizei Bremen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 25. März 2021, 9 Uhr