Exporte von Bremer Produkten nach Großbritannien brechen ein

  • Exporte aus Bremen nach Großbritannien stark zurückgegangen
  • Seit 2016 rund 42 Prozent weniger Ausfuhren auf die Insel
  • Importe aus Großbritannien nach Bremen haben sich dagegen versechsfacht
Am Containerterminal in Bremerhaven warten Container auf ihre Abfertigung.
Viele Bremer Firmen bekommen die Auswirkungen der Brexit-Entscheidung zu spüren. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Ende Oktober will Großbritannien aus der EU austreten. Das hat der neue Premierminister Boris Johnson in seiner Rede deutlich gemacht. Nur wie so ein Brexit aussehen könnte, da sind sich die Beteiligten noch nicht einig. Und diese Verunsicherung zeigt sich auch bei den Unternehmen in Bremen.

Das wird aus den Zahlen des Ex- und Import deutlich. Das hat die Handelskammer auf Nachfrage von buten un binnen mit Verweis auf Zahlen des Statistischen Landesamtes mitgeteilt. Sie haben sich im Vergleich zu 2016, also nach dem Brexit-Referendum sehr stark gewandelt: Der Wert der exportierten Waren hat sich fast halbiert und im Import haben die Unternehmen mehr als sechsmal so viel Geld für Waren ausgegeben.

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Das seien nach Schätzungen der Handelskammer Vorsichtsmaßnahmen, die getroffen werden, um für den Fall eines ungeordneten Brexits Waren auf Vorrat zu haben. Das trifft vor allem auf die Bremer Unternehmen aus der Luftfahrt und Automobilindustrie zu.

Eine Airbus-Sprecherin bestätigte buten un binnen die Vermutung der Handelskammer. Man habe sich auf mögliche Lieferengpässe vorbereitet, so die Sprecherin. Fast 90 Prozent des Gesamtwertes der Importware stammt von den Unternehmen aus der Luftfahrt – knapp 1,4 Milliarden Euro.