Bremer Senat stellt Geld zur Rettung der "Seute Deern" bereit

  • Senat beschließt Zahlung von 466.000 Euro für "Seute Deern"
  • Bund steuert Hälfte der 1,4 Millionen Euro Planungsmittel bei
  • Verschiedene Alternativen zur Sanierung des Museumsschiffs sollen geprüft werden
Das Museumsschiff "Seute Deern" liegt im Museumshafen in Bremerhaven
Das Museumsschiff "Seute Deern" wartet im Museumshafen in Bremerhaven auf seine Zukunft.

Das Land Bremen stellt 466.000 Euro zur Verfügung, um Strategien zur Sanierung des Museumsschiffs "Seute Deern" zu entwickeln. Oberbürgermeister Melf Grantz begrüßte die Entscheidung als eine gute Nachricht für Bremerhaven. Nun könne geklärt werden, wie das bald 100 Jahre alte Schiff für den Museumshafen erhalten werden kann. Anfang des Jahres war der Dreimaster von einem Feuer beschädigt worden. Die Planungskosten liegen insgesamt bei 1,4 Millionen Euro. Der Bund übernimmt die Hälfte der Summe, den Rest teilen sich anteilig das Land Bremen und die Stadt Bremerhaven.

Das Bundesland Bremen lebt unter anderem von seinem maritimen Flair und den entsprechenden Einrichtungen. Dem trägt der Senat mit seiner heutigen Entscheidung Rechnung.

Melf Grantz, Oberbürgermeister Bremerhaven

In den nächsten Schritten folgt eine Sondersitzung der Wirtschaftsdeputation, abschließend tagt der Haushaltsausschuss, jeweils zur formalen Freigabe der Planungsmittel. Mit dem Geld sollen drei Alternativen zur Zukunft der "Seute Deern" jeweils nach Preis und Nutzen geprüft werden: die Herstellung der Schwimmfähigkeit und Verwendungszweck wie bisher, die Präsentation an Land vor dem Schifffahrtsmuseum oder ein Neubau des Schiffs unter Verwendung markanter Teile der Aufbauten. Auf eine Sanierung zu verzichten ist für die zuständigen Ressorts Wissenschaft und Wirtschaft dagegen keine Alternative, angesichts der touristischen Bedeutung des Schiffes für die Stadt Bremerhaven.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 7. Mai 2019, 17:00 Uhr