Infografik

Häfen-Kooperation: Senatorin will für Container in Bremerhaven kämpfen

  • Aktuell wird über eine Kooperation der Häfen in Hamburg und Bremerhaven diskutiert
  • Hamburgs Wirtschaftssenator hatte eine Spezialisierung ins Gespräch gebracht
  • Senatorin Schilling fordert, dass Bremerhaven weiter Autos und Container umschlagen soll
Video vom 16. September 2020
Mehrere Hafenkrane stehen nebeneinander.
Bild: Radio Bremen

Bremens Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) fordert mit Blick auf eine mögliche Kooperation von Hamburg und Bremen, dass Bremerhaven weiter Container und Autos umschlagen soll. Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann hatte im Gespräch mit buten un binnen durchblicken lassen, dass er sich eine Spezialisierung der Häfen vorstellen könne. Er hatte erklärt: Wilhelmshaven sei ein Tiefwasserhafen, Bremerhaven der größte Autoumschlagplatz Europas und Hamburg ein Hafen mit starker Hinterlandanbindung. Auf dieser Basis müsse man sehen, was sich entwickeln lasse.

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Die Bremer Häfensenatorin Schilling hält von der Hamburger Idee nicht viel. Sie will, dass Bremerhaven sich nicht spezialisiert und auch künftig den Containerumschlag nicht aufgibt. Dafür würde sie auch kämpfen, sagte sie zu den laufenden Verhandlungen über eine Hafenkooperation zwischen den Unternehmen Hala in Hamburg und Eurogate von der Bremer BLG. Schilling fügte hinzu, wie eine mögliche Kooperation der beiden Unternehmen aufsehen könnte, oder ob sogar eine Fusion denkbar sei, könne sie nicht sagen.

Bremens Häfensenatorin: "Brauchen eine starke Allianz für Norddeutschland"

Video vom 16. September 2020
Häfensenatorin Claudia Schilling im buten un binnen Studio.
Bild: Radio Bremen

Die Senatorin ist sich aber sicher, dass an einer Automatisierung der Häfen kein Weg vorbeigeht. Sie verlangt, dann mit den Betriebsräten zu klären, wie Beschäftigte für andere Tätigkeiten weiterqualifiziert werden können.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. September 2020, 17 Uhr