Umzug der Bremer Gesundheitsbehörde: CDU kritisiert hohe Mietkosten

Video vom 13. Oktober 2021
Das Logo der CDU steht auf einer Tür.
Bild: DPA | picture alliance/dpa | Fabian Strauch
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Weil es zu wenig Platz im Siemens-Hochhaus gibt, bezieht die Behörde 2023 ein neues Gebäude. Kritik kommt von der CDU, weil sich die Miete dann mehr als verdoppeln wird.

Am geplanten Umzug des Bremer Gesundheitsressorts in ein neues Gebäude in der Faulenstraße wird Kritik laut. Internen Unterlagen zufolge wird die Miete der Behörde teurer: Statt etwa 400.000 Euro bezahlt das Ressort dann knapp über eine Million Euro im Jahr. Diese Steigerung der Ausgaben kann die CDU nicht nachvollziehen. Entsprechende Kritik kommt von Jens Eckhoff, dem finanzpolitischen Sprecher der Bremer Christdemokraten.

Ich bewerte das kritisch, vor allem, weil man eine Kostensteigerung von 150 Prozent hat. Und weil es eine Bindung bis zum Jahr 2048 gibt.

Jens Eckhoff (CDU), Finanzpolitischer Sprecher

Der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann, verteidigt die Notwendigkeit des Umzuges. Es gebe im aktuellen Gebäude in der Contrescarpe zu wenig Konferenzräume, kaum Kaffeeküchen und mehr Personal. Im Siemens-Hochhaus reiche der Platz für die mittlerweile 150 Mitarbeitenden hinten und vorne nicht.

Wir haben im gesamten Haus nur einen Sitzungssaal, den wir selber nutzen können. Unsere Referate können keine Besprechungen in größeren Räumen regelhaft stattfinden lassen. Wir haben eine mangelhafte Ausstattung beispielsweise mit Aufenthaltsräumlichkeiten.

Lukas Fuhrmann, Sprecher Gesundheitsbehörde
Eine Baustelle an der Faulenstraße am Brill.
In der Faulenstraße wird das Gebäude entstehen, in dem die Behörde einziehen soll. Bild: Radio Bremen

Die Steigerung der Mietkosten sei plausibel erklärbar, so Fuhrmann. Schließlich würden die neuen Räumlichkeiten auf einem modernen Stand der Technik sein: "Wir bekommen hier ein energetisch sehr gut aufgestelltes Gebäude, mit einer Solaranlage und einer klimaschonenden Kühlungsanlage. Das heißt: Der Standard, auf dem gearbeitet wird, wird ein ganz anderer."
Im Gesundheitsressort freut man sich derweil also auf den Umzug, auf mehr Platz und eine bessere Ausstattung. Frühestens im Jahr 2023 dürften in dem neuen Gebäude in der Faulenstraße die ersten Kisten ausgepackt werden.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen um 6, 12. Oktober 2021, 18 Uhr