Bremer Wirtschaft laut Handelskammer am härtesten von Corona getroffen

Audio vom 5. Juli 2021
Ein riesiges Containerschiff an der einer Kaje mit Kränen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen
  • Bruttoinlandsprodukt in Bremen sank stärker als im Bundesdurchschnitt
  • Handelskammer erklärt dies mit Verlusten im Export
  • Für dieses Jahr Erholung der Wirtschaft erwartet

Die Corona-Krise hat die Bremer Wirtschaft deutschlandweit am härtesten getroffen. Das geht aus dem aktuellen Jahresbericht der Bremer Handelskammer hervor. Demnach ist das Bruttoinlandsprodukt im Land um sieben Prozent gesunken – deutschlandweit um knapp fünf Prozent.

Die starken Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bremer Wirtschaft erklärt sich die Handelskammer mit den Verlusten im Exportgeschäft. Denn gut 63 Prozent des Umsatzes im Land Bremen stammen aus diesem Bereich. Unterbrochene Lieferketten, einbrechende Nachfrage auf dem Weltmarkt und fehlenden Arbeitskräfte begünstigten den negativen Trend.

Allerdings erholte sich der Außenhandel zum Ende des Jahres wieder – dafür traf es andere Branchen wieder härter, beispielsweise die Hotels, Gastronomie oder den Einzelhandel. Zwar hat dieser im vergangenen Jahr fast denselben Umsatz eingefahren wie 2019, allerdings liegt das an dem großen Umsatzplus der Supermärkte und des Online-Handels von knapp 35 Prozent, die den Verlust der übrigen Branchen auffangen.

Für dieses Jahr sieht die Handelskammer aber eine Erholung der Wirtschaft. Aufgrund der Entwicklung in der Außenwirtschaft und der Lockerungen im eigenen Land erlebe die Bremische Wirtschaft einen dynamischen Aufschwung.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. Juli 2021, 19:30 Uhr