So soll es an Bremer Schulen bis zum 14. Februar weitergehen

  • Präsenzpflicht soll ausgesetzt bleiben
  • Auch für Grundschulen soll Wechselunterricht in Halbgruppen eingeführt werden
  • Kita-Kinder sollen möglichst zuhause bleiben
Video vom 21. Januar 2021
Schüler mit Schutzmaske sitzen im Klassenraum (Symbolbild)
Bild: DPA | Eibner-Pressefoto/Fleig
Bild: DPA | Eibner-Pressefoto/Fleig

Der Senat hat jetzt über die Umsetzung der Beschlüsse beraten, auf die sich Bund und Länder am Dienstag geeinigt haben. Im Land Bremen soll es dabei zu folgenden Regelungen kommen:

Bremens Schulen bleiben grundsätzlich geöffnet, die Präsenzpflicht bleibt ausgesetzt. Das gilt für Grundschulen, Förderzentren sowie für weiterführende Schulen. Den Schülerinnen und Schülern soll ab Anfang Februar ein Wechselmodell für den Präsenzunterricht an den Schulen angeboten werden. Sie sollen in Halbgruppen unterrichtet werden.

Wir setzen für die Grundschulen jetzt ein tägliches Wechselmodell um in Halbgruppen. Das heißt, wir erhöhen für diejenigen, die im Präsenzunterricht sind, das sind bei uns in vielen Grundschulen schon mehr als 50 Prozent der Schülerinnen und Schüler, im Klassenraum den Infektionsschutz.

Claudia Bogedan, Bremer Bildungssenatorin

Alle Schülerinnen und Schüler erhalten außerdem Angebote zum Distanzlernen. Ganztagsangebote sind grundsätzlich ausgesetzt, die Mittagessenversorgung soll soweit wie möglich gewährleistet werden.

An berufsbildenden Schulen soll den Abschlussklassen Präsenzunterricht angeboten werden. Für alle anderen Klassen gibt es ausschließlich Distanzunterricht.

Wir haben geltende Regelungen, die gelten bis zum 31. Januar. Und wir haben in der Vergangenheit immer wieder den Vorwurf bekommen: 'Zu kurzfristig. Eltern müssen planen können. Schulen müssen planen können. Jetzt gibt es eine Übergangsfrist. Und ich glaube, das ist auch richtig so.'

Claudia Bogedan, Bremer Bildungssenatorin

Abschlussprüfungen sollen nach hinten verschoben werden

Gemäß dem Beschluss der Kultusministerkonferenz sollen die Abschlüsse soweit möglich nach hinten verschoben werden. Die schriftlichen Abiturprüfungen werden im Zeitraum vom 1. Juni bis zum 12. Juni durchgeführt, die mündlichen Prüfungen vom 14. bis zum 18. Juni. Der Termin der Zeugnisausgabe wird auf den 21. Juli verlegt.

Eine Verschiebung der Abschlussprüfungen des Sekundarbereichs I könnte sich nach Angaben des Senats als problematisch erweisen, da Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildung beginnen, dann nicht ausreichend Urlaub hätten. Deshalb soll jetzt geprüft werden, ob der Ausbildungsbeginn in Bremen auf den 1. September verschoben werden kann.

Mindestbetreuungsanspruch für Kita-Kinder soll erfüllt werden

An die Eltern von Kita-Kindern wird appelliert, diese möglichst zu Hause zu lassen. Ein eingeschränkter Regelbetrieb wird aber aufrechterhalten, der Mindestbetreuungsanspruch von 20 Wochenstunden soll erfüllt werden.

Video vom 21. Januar 2021
Moderator János Kereszti und Bildungssenatorin Claudia Bogedan im Studio von buten un binnen.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Die Senatorin für Kinder und Bildung beabsichtigt zum 14. Februar 2021 zum verbindlichen Präsenzunterricht zurückzukehren. Dies hänge allerdings von der weiteren Entwicklung der Inzidenzwerte ab, so der Senat.

Schule in Bremen: Zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling

Video vom 21. Januar 2021
Ein junges Mädchen sitzt an einem Tisch zu Hause und macht Hausaufgaben, vor ihr steht ein Laptop.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Januar 2021, 19:30 Uhr