Meinungsmelder

Meinungsmelder fordern mehr Beachtung für Bremens koloniales Erbe

In der Nähe des Bremer Hauptbahnhofs und der Bremer Bürgerweide steht ein zehn Meter hoher Backstein-Elefant.
"Der Elefant" vor der Bürgerweide erinnert an Bremens unrühmliche Vergangenheit in der Kolonialzeit. Bild: Imago | Eckhard Stengel

Bremen gedenkt heute der Opfer des Völkermords in Namibia. Daher haben wir Sie gefragt: "Was wissen Sie über Bremens Kolonialerbe?" Die Befragungsergebnisse im Überblick.

Wie gut wissen Sie über Bremens Kolonialgeschichte Bescheid?

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Nur elf Prozent der Befragten glauben, dass sie gut oder sogar sehr gut über die Kolonialgeschichte Bremens im Bilde sind. Über ein Drittel bewertet die eigenen Kenntnisse hierzu als mangelhaft oder gar ungenügend.

Werden die Folgen der Kolonialherrschaft ausreichend beachtet?

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Die Mehrheit der Befragten findet, dass die Folgen der Kolonialherrschaft in unserer Gesellschaft zu wenig beachtet werden.

Wie wichtig ist, dass die Kolonialzeit in der Schule behandelt wird?

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Die meisten Befragten sehen in der Kolonialzeit ein wichtiges oder zumindest relevantes Thema für den Schulunterricht. Lediglich 13 Prozent betrachten es als eher unerheblich für die Schule.

In welchem Alter sollten sich Schüler mit der Kolonialzeit befassen?

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Die meisten Radio Bremen Meinungsmelder finden, dass der Kolonialismus in der sechsten bis zehnten Klasse behandelt werden sollte.

Fühlen Sie sich in Bremen an die Kolonialzeit erinnert?

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Fast 80 Prozent der Befragten ist schon etwas aufgefallen, das sie im Land Bremen an das koloniale Erbe erinnert. Konkret nennen sie dabei etwa das Antikolonialdenkmal "Der Elefant" oder auch das Überseemuseum.

An Straßennamen scheiden sich die Geister

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Lüderitzstraße, Karl-Peters-Straße oder Togostraße: Etwa die Hälfte der Befragten findet, dass solche Straßennahmen geändert werden sollten. Denn sie erinnern an Bremer, die in der Kolonialzeit auf fragwürdige Weise zu Geld und Ruhm gelangt sind.

Hälfte der Befragten lobt Engagement Bremens

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Dass Bremen 2019 "kulturpolitische Leitlinien zum Umgang mit dem kolonialen Erbe" beschlossen hat und daher heute auch der Opfer in Namibia gedenkt, finden fast 80 Prozent der Befragten gut.

Können wir das Vergangene ohne Entschuldigung ruhen lassen?

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Bei der Frage, inwiefern die heutige Gesellschaft für Verbrechen in der Kolonialzeit Abbitte leisten muss oder nicht, sind die Befragten in zwei Lager gespalten. Mit 48 Prozent stimmt fast die Hälfte "voll und ganz" oder "eher" zu. 45 Prozent "gar nicht" oder "eher nicht."

Museen prüfen koloniale Vergangenheit

Video vom 18. Mai 2018
Eine bunte Maske in einem Museum ausgestellt.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 11. August 2021, 19:30 Uhr