Bremer Risiko-Patienten können vorgezogene Corona-Impfung beantragen

  • Zuständige Impfkommission nimmt Arbeit auf
  • Anträge müssen schriftlich eingereicht werden
  • Fünf Experten entscheiden über die Einzelfälle
Ein Corona-Impfstoff wird auf eine Spritze aufgezogen.
Neben Bewohnern von Pflegeheimen und Klinik-Beschäftigten sollen in Bremen auch einzelne Härtefälle schon früher gegen das Coronavirus geimpft werden. (Symbolbild) Bild: Imago | Joerg Boethling

Menschen mit einem sehr hohen Risiko auf einen schweren oder gar tödlichen Krankheitsverlauf im Falle einer Corona-Infektion können in Bremen eine vorgezogene Impfung beantragen. Über die Anträge entscheidet eine fünfköpfige Impfkommission, die ihre Arbeit bereits aufgenommen habe, teilte Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) mit.

Die Priorisierungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) und auch des Bundesministeriums für Gesundheit seien leider häufig sehr weit gefasst und bildeten nicht alle Krankheitsbilder und Impfindikationen ab, begründete Bernhard die Einrichtung einer Impfkommission, die der Senat und die Bürgerschaft beschlossen hatte.

Bei uns sind in den vergangenen Tagen und Wochen viele Anfragen eingegangen, häufig wurden schwere individuelle Krankheitsgeschichten geschildert. Unsere Impfkommission wird nun bei allen Fällen entscheiden, ob eine frühere Impfung möglich ist.

Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard
Claudia Bernhard, Bremer Gesundheitssenatorin

Dem Gremium gehören unter anderen die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, Heidrun Gitter, und der Arzt und Medizinethiker Klaus-Peter Hermes an. Die Impfkommission entscheide nach pflichtgemäßem Ermessen über die jeweiligen Anträge und teile die Entscheidungen schriftlich mit. Der Antrag muss auch ärztliche Unterlagen enthalten.

So läuft die Terminvergabe zur Corona-Impfung in Bremen

Video vom 25. Januar 2021
Zwei Personen sitzen an Schreibtischen und telefonieren.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. Januar 2021, 15 Uhr