So sollen Bremens Gewerbegebiete künftig zum Klimaschutz beitragen

Video vom 26. Mai 2021
Ein Schild "Gewerbepark" weist zu einem Industriegebiet
Bild: DPA | Jan Woitas
Bild: DPA | Jan Woitas
  • Gemeinsame Strategie von Wirtschafts- und Umweltressort
  • Gewerbegebiete sollen etwa mit erneuerbarer Energie versorgt werden
  • Strategie gilt für neue sowie für bestehende Gebiete

Klimaschutz und biologische Vielfalt werden bei der Entwicklung von Gewerbegebieten in Bremen künftig eine wichtige Rolle spielen. Das hat Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) angekündigt. Ihr Ressort hat gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Bremen und dem Umweltressort eine Strategie erarbeitet und nun vorgestellt.

Demnach sollen neue und bestehende Gewerbegebiete klimafreundlich gestaltet werden – und zwar gemeinsam mit der Wirtschaft. Denn in absehbarer Zeit, so Vogt, werden klimaneutrale Standorte Standards setzen. Bremen wolle da vorne mit dabei sein, auch um für Fachkräfte attraktiv zu sein. Gewerbegebiete sollen laut der Strategie "grüner aussehen und grüner werden."

Gewerbepark Hansalinie wird erstes grünes Gewerbegebiet

Konkret bedeute das beispielsweise eine gute Anbindung an den ÖPNV zu gewährleisten oder Ladestationen für Elektroautos zu schaffen. Darüber hinaus sei das Ziel, Gebiete und Unternehmen energieeffizienter zu machen, sie also mit erneuerbarer Energie zu versorgen. Den Flächenverbrauch für neue Betriebe gelte es möglichst gering zu halten. Grün- und Wasserflächen sollen erhalten oder geschaffen werden.

Bei der Weiterentwicklung des Gewerbeparks Hansalinie an der A1 sollen die neuen Umweltkriterien zum ersten Mal berücksichtigt werden. "Das wird eines der grünsten Gewerbegebiete", prophezeit Andreas Heyer von der Wirtschaftsförderung Bremen. Nach und nach wolle man den Kriterienkatalog dann auf alle Bremer Gewerbegebiete übertragen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 26. Mai 2021, 16 Uhr