Bremen will Stahlwerke mit Millionenhilfe durch die Pandemie bringen

  • Dafür nimmt das Land trotz Schuldenbremse erneuten Kredit auf
  • Unter anderem sollen Wirtschaft und Umwelt profitieren
  • Stahlwerke sollen mit dem Geld auf Wasserstofftechnologie umstellen
Ein Stahlarbeiter schöpft mit einer Kelle heißen leuchtenden flüssigen Stahl
Die finanzielle Unterstützung für die Bremer Stahlwerke sei auch eine Investition in die Zukunft, so Bremens Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne). Bild: DPA | R4200

Um die Corona-Krise zu bewältigen, hat der Bremer Senat vier Landesprogramme in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro aufgelegt. Das Geld kommt aus dem sogenannten Bremen Fonds. Unter anderem die Wirtschaft, aber auch die Umwelt sollen davon langfristig profitieren.

Der Bremer Senat will unter anderem die Stahlwerke unterstützen – indem er etwa mit Geld dabei hilft, die Produktion auf die Wasserstofftechnologie umzustellen. Das sei auch eine Investition in die Zukunft der Bremer Hütte. Laut Bremens Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) leiden die Stahlwerke enorm unter der Pandemie. Es werde viel weniger Stahl exportiert, Tausende Stahlarbeiter seien in Kurzarbeit.

Eben weil die Pandemie die Branche hart treffe, sei die Finanzspritze des Landes Bremen legal, sagt Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Auch wenn das Land dafür trotz Schuldenbremse Kredite aufnehmen muss. Zwei Gutachten zum Bremen Fonds hätten das gezeigt. Wichtig sei jedoch immer, den Bezug der Hilfen zur Corona-Pandemie zu belegen.

Darf Bremen Kredite aufnehmen? Das sagen 2 Gutachten zum Bremen-Fonds

Video vom 20. Oktober 2020
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Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Nachrichten, 20. Oktober, 16 Uhr