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Was der Bremer Senat bis 2030 wo in der Innenstadt verändern will

Audio vom 19. Oktober 2021
Luftbild der Bremer Innenstadt mit St. Petri-Dom, Rathaus und Bürgerschaft
Bild: DPA | blickwinkel/H. Blossey
Bild: DPA | blickwinkel/H. Blossey

Unterirdische Fahrradstellplätze, ein Campus für Studierende, bessere Verbindungen in umliegende Stadtteile: Diese Maßnahmen für die City hat der Senat beschlossen.

Mehr Fuß- und Radverkehr in der City, dafür weniger Autos, obendrein ein Campus mit mehreren tausend Studierenden – das sieht das Innenstadt-Konzept vor, das der Bremer Senat am Dienstag beschlossen hat.

Die Senatorinnen Maike Schaefer (Grüne) und Kristina Vogt (Linke) glauben, dass sich Bremens Innenstadt auf diese Weise "zukunftsfest" aufstellen lässt. Unumstritten aber ist das Innenstadtkonzept des Senats, an dem auch die Handelskammer mitgewirkt hat, dennoch nicht.

Opposition sieht Konzept kritisch

So sieht der CDU-Fraktionschef Heiko Strohmann in der "Strategie Centrum Bremen 2030+", über die der Senat am Dienstag beraten hat, ein "Sammelsurium von nichtssagenden Ankündigungen – zudem erst für das Jahr 2030". Der FDP-Politiker Thore Schäck findet in dem Innenstadt-Konzept zwar "einige interessante Ansätze, aber wenig Neues, das man nicht schon längst hätte umsetzen können". Nicht von der Hand zu weisen ist, dass viele Punkte aus dem Konzept noch konkretisiert werden müssen.

Zwei so genannte Schwerpunkträume im Fokus des Senats: "Schwerpunktraum 1 – Am Brill" und "Schwerpunktraum 2 – Erlebnis Weltkulturerbe", also das Areal rund um Roland, Rathaus und Domshof.

Schwerpunktraum 1 – Am Brill

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Auf dem Areal der Sparkasse am Brill könnte nach den Vorstellungen der Politik ein Campus entstehen, der aus Bremens Innenstadt auch einen Wissenschaftsstandort machen würde. Die Uni Bremen plant bereits mit mehreren tausend Studierenden in der City.

Auch das Parkhaus Am Brill soll dem Konzept des Senats zufolge umgestaltet werden, ebenso der Platz vor dem Sparkassen-Areal und die Kreuzung selbst. In welcher Weise, ist noch unklar. Grundsätzlich sollen Fußgänger und Radfahrer mehr Raum Am Brill bekommen. Entsprechend möchte die Politik auch die Fuß- und Fahrradverbindungen vom Brill in die umliegenden Quartiere verbessern und für unterirdische Fahrradstellplätze vor Ort sorgen.

Schwerpunktraum 2 – Erlebnis Weltkulturerbe

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Wie Am Brill, so sollen auch am Domshof unterirdische Fahrradstellplätze entstehen. Zudem möchte der Senat die Fußgängerzone am Domshof erweitern. Hierfür kommen die Violenstraße und die Museumsstraße infrage, die ebenso umgestaltet werden sollen, wie der angrenzende Schüsselkorb.

Unklar ist bislang allerdings, in welcher Weise die Domsheide neu gestaltet werden soll. Auch erschließt sich aus dem Konzept "Strategie Centrum Bremen 2030+" nicht, wo die Straßenbahnen künftig fahren sollen. Derzeit fahren sie durch die Obernstraße. Nicht zuletzt die Handelskammer aber fordert, die Bahnen statt dessen künftig durch die Martinistraße zu führen.

Einigung auf Entwicklungskonzept für die Bremer Innenstadt

Video vom 15. Oktober 2021
Das alte Gebäude der Sparkasse Bremen am Brill.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Autor

  • Alexander Schnackenburg Autor

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Nachmittag, 19. Oktober 2021, 17 Uhr