Neue Corona-Verordnung in Bremen wohl nicht vor dem 13. September

Ein Schild hängt an der Tür. (Symbolbild)
Für welche Richtwerte künftig die 3G-Regeln gelten, will das Land Bremen offenbar bis Ende der Woche festlegen. Bild: Imago | Bihlmayerfotografie
  • Bremer Senat berät noch über neue Maßnahmen und Richtwerte
  • Hospitalisierungsrate und Intensivpatientenzahl künftig wohl wichtiger
  • Niedersachsen und Hamburg haben schon neue Verordnungen beschlossen

Das Land Bremen ist weiterhin dabei, eine neue Corona-Verordnung zu erarbeiten. Nach Angaben des Gesundheitsressorts wird eine neue Verordnung aber wohl nicht vor dem 13. September kommen. Dann läuft die aktuelle Verordnung aus. Derzeit berät der Senat noch über geeignete Maßnahmen und Richtwerte. Nach Informationen von buten un binnen soll auch in Bremen der Inzidenzwert künftig nicht mehr allein als Auslöser für Maßnahmen gelten. Stattdessen sollen künftig auch die Hospitalisierungsrate, also die Krankenhausaufenthalte pro Einwohner, sowie die Zahl der Covid-Patienten auf Intensivstationen eine Rolle spielen. Schon jetzt scheint aber festzustehen, dass Bremen dabei an der jüngsten Vereinbarung der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten festhalten wird. Sie sieht vor, dass bei einem 7-Tages-Inzidenzwert von 35 die sogenannte 3G-Regel gilt.

Niedersachsen plant lockerere Regeln

In Niedersachsen tritt bereits am Mittwoch eine neue Corona-Verordnung in Kraft. Dort wird künftig nicht mehr nur die Inzidenz entscheidend sein. So führt das Land unterschiedliche Warnstufen ein. Nach der Verordnung tritt eine erste Warnstufe in Kraft, wenn gleichzeitig die Sieben-Tages-Inzidenz der Neuinfizierten zwischen 35 und 100 liegt und, ebenfalls gerechnet auf sieben Tage, von 100.000 Menschen zwischen sechs und neun mit Corona im Krankenhaus liegen. Zudem müssen landesweit fünf bis zehn Prozent der Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt sein. Greift diese Warnstufe, gilt die sogenannte 3G-Regel. Auch bei einer Inzidenz ab 50 über fünf Tage hinweg tritt diese Regel in Kraft, wenn Landkreise eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen haben.

Hamburg beschließt 2G-Optionsmodell

In Hamburg hat der Senat beschlossen, dass Veranstalter und Gastronomen ihre Dienstleistungen freiwillig auch nur noch für Geimpfte und Genesene anbieten können – also ein 2G-Modell auf freiwilliger Basis. Im Gegenzug dafür werden diese Veranstalter und Gastronomen von einigen Coronaschutzauflagen befreit. So könnten Abstandregeln wegfallen und es könnten wieder mehr Besucher und Gäste eingelassen werden. Außerdem soll die Sperrstunde für sie nicht mehr gelten. Am Samstag soll die Verordnung in Kraft treten.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 24. August 2021, 14 Uhr