Corona-Risikogebiet: Bremen schließt sich Beherbergungsverbot nicht an

  • Bremen führt kein Corona-Beherbergungsverbot ein
  • Urlauber aus innerdeutschen Risikogebieten dürfen in Bremen übernachten
  • Andere Bundesländer fordern einen negativen Corona-Tests
Video vom 10. Oktober 2020
Vier Personen laufen auf einem Gehweg und ziehen zwei schwarze Koffer hinter sich her.
Bild: Radio Bremen

Bremen schließt sich dem allgemeinen Corona-Beherbergungsverbot nicht an. Auch Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten dürfen also in Bremen in Hotels übernachten. Das sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Freitag buten un binnen. Viele Bundesländer hatten in dieser Woche ein Beherbergungsverbot für Menschen aus innerdeutschen Risikogebieten beschlossen. Sie fordern einen negativen Corona-Test, wenn die Reisenden in Hotels übernachten wollen.

Bremer Inzidenzwert am Freitag bei 66,4

Bremen gehört seit Mittwoch auch zu den Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen. Am Freitag lag der Wert an der Weser bei 66,4. In vielen Bundesländern dürfen Bremer nur dann in Hotels und Pensionen übernachten, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen können. Das Ergebnis darf nicht älter als 48 Stunden sein. Allerdings können die Regeln je nach Bundesland voneinander abweichen.

Bürgermeister Bovenschulte hatte das Beherbungsverbot schon Anfang der Woche scharf kritisiert: Sie sei weder praktikabel noch umsetzbar. Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) wurde ebenso deutlich: "Das ist eine absolut unsinnige Regelung mit dem Beherbergungsverbot innerhalb Deutschlands." Gleichzeitig wird es für Bremer Urlauber schwer, noch vor den Herbstferien einen Corona-Test zu bekommen. In Bremen hätten die Risikogruppen Vorrang, sagte Bernhard. Und die Testlabore seien am Limit.

Tests in Bremen erst einmal für Risiko-Gruppen – nicht für Urlauber

Video vom 8. Oktober 2020
Die Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard im buten un binnen Studio.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 9. Oktober 2020, 19:30 Uhr