Keine Erlaubnis für geplantes Bordell in der Bremer Bahnhofsvorstadt

  • Wirtschaftsressort sieht Zusammenhang mit verbotenen Hells Angels
  • Das sei jetzt hinreichend belegt, so die Behörde
  • Bereits erteilte Erlaubnis für weiteres Bordell in der Neustadt soll widerrufen werden
Video vom 26. März 2021
Ein Bild der Bremer Bahnhofsvorstadt mit dem Gebäude in dem ein Bordell enstehen soll.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Das geplante Bordell in der Bremer Bahnhofsvorstadt wird nicht erlaubt. Das Wirtschaftsressort wird den entsprechenden Antrag ablehnen. Hintergrund ist der Einfluß der in Bremen verbotenen Hells Angels auf die Betreiber der "Prostitutionsstätte". Dieser sei jetzt hinreichend belegt, so das Ressort. Die vom Senat eingesetzte Taskforce hatte am heutigen Freitag vorliegende Indizien und Hinweise ausgewertet und sei zu diesem Ergebnis gekommen. Die Ablehnung des Antrags werde jetzt vorbereitet, heißt es aus dem Wirtschaftsressort.

Aus dem gleichen Grund soll die bereits erteilte Erlaubnis für ein Bordell in der Neustadt widerrufen werden. Dieses Bordell existiert bereits seit 2019.

Die Bremer Innenbehörde hatte vor einiger Zeit gefordert, das Bordell in der Bremer Neustadt zu schließen und das beantragte Laufhaus in Bahnhofsnähe gar nicht erst zu bewilligen. Innensenator Mäurer geht davon aus, dass die Betreiberin beider Betriebe familiär eng mit dem Rockerclub Hells Angels verflochten ist. Die Hells Angels sind seit 2013 in Bremen verboten. Die Wirtschaftsbehörde hatte zunächst gezögert. Der Senat hatte daraufhin eine Taskforce eingesetzt, die den Einfluß der Hells Angels untersuchen sollte.

Rückblick: Task-Force soll Bremer Bordelle auf Hells Angels-Hintergrund prüfen

Video vom 2. März 2021
Ein Bild der Bremer Bahnhofsvorstadt mit dem Gebäude in dem ein Bordell enstehen soll.
Bild: Radio Bremen
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 26. März 2021, 19:30 Uhr