Gutes Jahr für Ariane-Group – und das bringt 2018

Ariane-Group zieht positive Bilanz

  • Entwicklung der Ariane-6-Raketen ist das größte Projekt
  • Starts könnten künftig bis zu 40 Prozent günstiger sein
  • 570 Menschen arbeiten in Bremen im Raktenbau
 Eine Ariane-5-Rakete startet in Kourou, Französisch Guyana.
Alle zwei Monate wurde in Bremen bisher eine Oberstufe für die Ariane 5 hergestellt. In Zukunft sollen es zwölf im Jahr sein. (Archivbild) Bild: DPA | Stephane Corvaja

Der Bremer Ableger des Raumfahrtunternehmens Ariane-Group blickt zufrieden auf das Jahr zurück. Das größte Projekt ist derzeit die Entwicklung der künftigen Europa-Rakete Ariane 6, von der bedeutende Teile aus Bremen stammen werden. Sie soll 2020 das erste Mal fliegen.

Die neue Version soll das aktuelle Modell Ariane 5 ablösen. Ein Start könnte dann bis zu 40 Prozent billiger sein als heute. Das Unternehmen forderte jetzt die europäischen Staaten auf, die neue Europa-Rakete häufiger einzusetzen und mehr Satelliten von ihr ins All bringen zu lassen als bislang geplant. Schließlich hätten die Raumfahrtnationen die Entwicklung mit bezahlt.

Sechs Ariane-5-Raketen haben in diesem Jahr abgehoben und verschiedenste Satelliten ins All gebracht – darunter waren auch vier Galileo-Navigationssatelliten des Bremer Herstellers OHB. Mitte Dezember erfolgte der 82. erfolgreiche Start in Folge.

Aus Bremen wurde rund alle zwei Monate eine Ariane-Oberstufe geliefert. Durch eine Art Fließbandarbeit soll die Produktion auf bis zu zwölf Stück pro Jahr erhöht werden. Aktuell arbeiten rund 570 Beschäftigte in Bremen im Raketenbau.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 25. Dezember 2017, 10 Uhr