Airbus-Raumfahrtsparte will Weltraumschrott sammeln

  • Bremer liefern wichtige Teile für US-Raumfähre Orion
  • 200-Millionen-Euro-Vertrag für zweites Modul
  • Unternehmen will künftig Schrott aus dem All sammeln
Teile für die Nasa-Raumfähre Orion werden in Bremen hergestellt.
Ein zentrales Servicemodul der Nasa-Raumfähre Orion wird in Bremen produziert. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Für die Bremer Raumfahrtsparte des Airbus-Konzerns lief es gut in diesem Jahr. Die Firma baut wichtige Teile für die US-Raumfähre Orion und liegt dabei im Zeitplan. Das sogenannte Orion-Servicemodul aus Bremen sorgt für Wasser, Atemluft und Heizung an Bord der Astronautenkapsel.

Mit Orion wollen die Amerikaner Ende 2019 einen ersten unbemannten Testflug bis 64.000 Kilometer hinter den Mond machen. Zwei Jahre später soll die Kapsel erstmals Astronauten befördern. Auch dabei verlässt sich die US-Raumfahrtbehörde NASA auf Know-How aus Bremen: Im Februar wurde ein 200-Millionen-Euro-Vertrag für ein zweites Orion-Modul unterschrieben. Über 80 Prozent der Einbauten im ersten Orion-Modul für die amerikanische Raumfähre seien erledigt, sagte der Chef der Bremer Airbus-Raumfahrtexperten, Oliver Juckenhövel, jetzt zu Radio Bremen. Es soll im nächsten Sommer ausgeliefert werden.

Airbus will außerdem den Kampf gegen Weltraumschrott aufnehmen und später einen Roboter ins All schicken, der defekte Satelliten oder deren Überbleibsel aus den Umlaufbahnen fischt. So wird das Unternehmen nun Weltraum-Harpunen und Netze für den Trümmerfang testen. Dazu dienen auch Versuche auf der Internationalen Raumstation ISS.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 26. Dezember 2017, 11 Uhr