GEW fordert mehr Geld für Grundschullehrer in Bremen

  • Gewerkschaft fordert gleiche Bezahlung wie in Oberschule und Gymnasium
  • Ein Rechtsgutachten stützt die Position der GEW
  • Auf Bremen kämen Mehrkosten von gut zehn Millionen Euro im Jahr zu
Euromünzen auf einer Lohnabrechnung.
Bild: DPA | Eibner-Pressefoto

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert, dass Grundschullehrerinnen und -lehrer in Bremen genauso bezahlt werden wie die Kollegen an Oberschulen und Gymnasien. Zur Zeit bekommen sie etwa 400 Euro weniger. Ein Rechtsgutachten, das die GEW in Auftrag gegeben hat, stützt jetzt ihre Forderung. Und das könnte teuer für Bremen werden: Käme die gleiche Bezahlung, würde sie Bremen jedes Jahr gut zehn Millionen Euro zusätzlich kosten.

Die Gutachter argumentieren, dass in Bremen die Ausbildung der Grundschullehrer und die der Lehrer für die höheren Klassen sehr ähnlich ist. Der Tenor des Gutachtens: Wer die gleiche Ausbildung für den Schuldienst mitbringt, muss auch gleich bezahlt werden. Grundschullehrer hätten deshalb schon beim Berufseinstieg Anspruch auf das gleiche Gehalt. Die Gewerkschaft will ihre Forderungen dem Senat jetzt vorlegen. Reagiert der nicht entsprechend, will die GEW Lehrer unterstützen, die vor Gericht ziehen.

Unterstützung durch die Linke, der Senat bremst

Unterstützt wird die GEW von der Fraktion der Linken im Landesparlament. Fraktionschefin Kristina Vogt, die auch bildungspolitische Sprecherin ist, fordert die sofortige Anpassung der Gehälter – diese sei überfällig. Inhaltlich sei diese Ungleichbehandlung durch nichts zu rechtfertigen. Das Bildungsressort verweist auf die hohen Schulden des Landes: Prinzipiell seit man zwar auch für eine gleichberechtigte Bezahlung, so die Sprecherin des Ressorts. Finanziell sei dies allerdings derzeit nicht machbar.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 13. März 2018, 17 Uhr