Ermittler sichern Daten von ehemaliger BAMF-Leiterin

  • Bereits im April waren Daten von Handy und Computer von Ulrike B. beschlagnahmt worden
  • Jetzt wurde die seither entstandene Kommunikation gesichert
  • Wo außerdem Durchsuchungen stattfanden, ist noch unklar

Im mutmaßlichen Asyl-Skandal um die Bremer Außenstelle des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat es erneute Durchsuchungen gegeben. Entsprechende Recherchen von NDR, Radio Bremen und Süddeutscher Zeitung hat die Staatsanwaltschaft Bremen bestätigt.

Insgesamt gab es nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei Durchsuchungen. Eine betraf die frühere Leiterin der Bremer BAMF-Außenstelle, Ulrike B. Dabei soll es um Daten vom Handy und Computer der Frau gegangen sein.

Ulrike B.s Anwalt äußert sich nicht

Die Ermittler hatten die Daten beider Geräte bereits im Zuge der ersten Durchsuchung Anfang April gesichert. Nun haben sie die seitdem entstandene Kommunikation beschlagnahmt. Ulrike B.s Anwalt war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Er hält sich nach Aussage seines Büros derzeit nicht in Bremen auf. 

Seiner Mandantin wird vorgeworfen, hunderte Asylanträge zu Unrecht positiv beschieden zu haben. Sie bestreitet die Vorwürfe. Das gilt auch für die fünf weiteren Personen, die bislang im Fokus der Ermittler stehen. Bislang ist unklar, ob die zweite Durchsuchung einer dieser fünf Personen oder einer anderen Person galt. Die Staatsanwaltschaft Bremen will sich später zu Details der Durchsuchungen äußern.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 14. Juni 2018, 11 Uhr