Fall Magnitz: So reagiert die AfD Bremen auf das Überwachungsvideo

  • AfD Bremen hält Aufnahmen der Attacke auf Magnitz für wenig aussagekräftig
  • Partei verweist auf schlechte Bildqualität
  • Am Freitag hatte die Bremer Staatsanwaltschaft Videomaterial veröffentlicht
Zwei Männer sind zu sehen, wie sie einen dritten Mann zu Boden schlagen.
Bild: Polizei Bremen

Die Bremer AfD hält das von der Polizei veröffentlichte Video vom Überfall auf ihren Landesvorsitzenden Frank Magnitz für wenig aussagekräftig. In einer Pressemitteilung verwies die Partei auf die schlechte Bild-Qualität und die Tatsache, dass nur ein Teil des Tathergangs zu sehen ist.

Die mangelnde Qualität ließe lediglich zu, den Einsatz eines Kantholzes auszuschließen, heißt es in der Mitteilung. Nicht ausgeschlossen sei jedoch, dass eine andere Waffe benutzt worden ist. Eine abschließende Bewertung sei deshalb nicht möglich, schreibt die Bremer AfD weiter.

Am Freitag hatte die Bremer Staatsanwaltschaft Aufnahmen von zwei Überwachungskameras veröffentlicht, die den Angriff vom vergangenen Montag zeigen. Danach stürzte der AfD-Landesvorsitzende, nachdem ihn ein junger Mann von hinten angesprungen und ihn mit dem Ellenbogen gegen Nacken oder Kopf gestoßen hat.

Weitere Schläge oder Tritte, wie zunächst von der AfD behauptet, sind nicht zu sehen. Während die AfD schnell von einem Mordanschlag gesprochen hatte, schließt die Staatsanwaltschaft eine Tötungsabsicht aus. Sie setzte eine Belohnung von 3.000 Euro aus für Hinweise auf die Täter.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Januar 2019, 7 Uhr