Klinik-Personal in Bremen-Blumenthal demonstriert für mehr Gehalt

  • Kundgebung mit 50 Beschäftigten vor dem Klinikum
  • Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst laufen
  • Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Geld
Angstellte des Klinikums in Bremen-Nord demonstrieren für bessere Arbeitsbedingungen.
twa 50 Mitarbeiter des Klinikums Bremen-Nord haben an einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi teilgenommen. Bild: Radio Bremen

In Bremen haben erneut Beschäftigte in Krankenhäusern und der Altenpflege für eine bessere Bezahlung demonstriert. Etwa 50 Mitarbeiter des Klinikums Bremen-Nord haben an einer Kundgebung der Gewerkschaft Verdi teilgenommen.

Nach Meinung der Gewerkschaft müssen sich Wertschätzung und Anerkennung für die Arbeit im Gesundheitswesen während der Corona-Pandemie auszahlen – und zwar durch mehr Geld und besseren Arbeitsbedingungen. Verdi verlangt deshalb in den laufenden Tarifgesprächen 4,8 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst, mindestens aber 150 Euro im Monat.

Darüber hinaus für Mitarbeiter in Krankenhäusern und der Altenpflege eine steuerfreie Einmalzahlung von 1.500 Euro. Die Arbeitgeberseite will dagegen eine Nullrunde. Sie begründet das mit Milliardenlöchern in den öffentlichen Haushalten als Folge der Corona-Pandemie. Jörn Bracker von Verdi in Bremen bezeichnet das Vorgehen der Arbeitgeberseite als "Frechheit“. Die Gewerkschaft will Streiks, etwa in Krankenhäusern und Kindertagesstätten, nicht mehr ausschließen, falls die Arbeitgeber in Kürze kein neues Angebot vorlegen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier-News, 16. September 2020, 16 Uhr