Bremer Gesundheitsressort ordnet Verschiebung planbarer Operationen an

Eine Person, die Handschuhe trägt, hebt OP-Besteck hoch.

Bremer Gesundheitsressort ordnet Verschiebung planbarer Operationen an

Bild: Radio Bremen
  • Laut Ressort müssen Kapazitäten für Corona-Patienten freigehalten werden
  • Medizinisch nicht notwendige Eingriffe sollen warten
  • Wann der Beschluss umgesetzt wird ist unklar

Das Bremer Gesundheitsressort hat angeordnet, dass die Kliniken im Land zeitnah alle planbaren Operationen verschieben. Das bestätigte der Sprecher der Gesundheitsbehörde, Lukas Fuhrmann. Damit reagiere man auf die aktuelle Corona-Lage – denn neben der Verschiebung sind die Kliniken auch angehalten, Kapazitäten für Corona-Patienten freizuhalten.

Lage in den Kliniken kann sich schnell ändern

Damit folgt das Land Bremen einem Entwurf der Gesundheitsministerkonferenz. Demnach sollen nicht medizinisch notwendige Eingriffe, wie Schönheitsoperationen oder geplante Gelenk-Operationen, abgesagt werden. Die Kliniken würden sich dann bei den betroffenen Patienten melden, wenn es zu einer Verschiebung komme. Auf Nachfrage von buten un binnen bestätigten viele Kliniken, die Lage sei noch in Ordnung. Allerdings könne sich das von einem auf den anderen Tag ändern, warnte eine Sprecherin des Roten-Kreuz-Krankenhauses in Bremen.

Nach Angaben des DIVI Intensivregisters sind aktuell im Land Bremen noch 13 Intensivbetten frei – jeder fünfte Patient oder Patientin auf der Intensivstation wird dort wegen eine Covid-19 Infektion behandelt. Wann der Beschluss des Gesundheitsressorts umgesetzt werden soll, ist noch unklar.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 29. November 2021, 13 Uhr