In den Bremer Geno-Krankenhäusern bleibt jedes fünfte Bett leer

Ein Mann liegt in einem Krankenhausbett.
Bild: DPA | Andreas Franke
  • Bremer Klinikverbund Geno macht Personalmangel zu schaffen
  • 500 der insgesamt 2.500 Betten nicht belegbar
  • Im Klinikum Mitte kann ein Drittel der Betten nicht belegt werden

Der Bremer Klinikverbund Gesundheit Nord (Geno) kann derzeit rund ein Fünftel seiner 2.500 Betten in den Krankenhäusern nicht mit Patienten belegen. Hauptursachen dafür sind Personalmangel in der Pflege und Ausfälle durch die Corona-Pandemie, teilt die Geno mit.

Besonders stark ist das Klinikum Bremen-Mitte betroffen, dort fiel zuletzt ein Drittel aller Betten weg. "Fachkräftemangel und Corona machen uns schwer zu schaffen", erklärte Geno-Sprecherin, Karen Matiszick.

Krankheitswellen bestimmen die Planungen

Wie viele Betten belegbar sind, hänge von Krankheitswellen ab – in stark betroffenen Bereichen könnte sich die Lage bald wieder entspannen. Auch die freien Kliniken in Bremen sind betroffen. So können im St. Joseph-Stift und im Rotes-Kreuz-Krankenhaus zeitweise nicht alle Stationen voll belegt werden.

Im Diako gebe es aktuell keine Ausfälle, teilte ein Sprecher mit. Aber auch dort sei es während der Pandemie schon vorgekommen, dass Betten gestrichen werden mussten. Mit den Problemen sind die Bremer Kliniken nicht alleine: Das bundesweite "Krankenhaus-Barometer" zeigt, das neun von zehn deutschen Kliniken kein Personal für offene Pflegestellen finden.

Temporäre Engpässe im Klinikum Bremerhaven Reinkenheide

In Bremerhavens größtem Krankenhaus, dem Klinikum Bremerhaven Reinkenheide (KBR), fallen aktuell etwa zehn Prozent der 2.000 Mitarbeitenden aus. Das teilte ein Sprecher mit. Demzufolge sehe es derzeit deutlich besser aus als noch zur Osterzeit. Zur Hochphase der Pandemie habe der Wert zeitweise doppelt so hoch gelegen.

"Somit kommt es aktuell allenfalls zu temporären Engpässen in wenigen einzelnen Bereichen, die aber handhabbar sind", so der Sprecher. Die seit Anfang des Jahres teilweise erheblich eingeschränkte Durchführung plan- oder verschiebbarer Operationen und Behandlungen habe man in Reinkenheide schrittweise wieder aufnehmen können. Unabhängig davon sei auch im KBR der strukturelle Fachkräftemangel spürbar.

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Bild: Radio Bremen | Christof Kette

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 20. Juni 2022, 14 Uhr