So sehen Sie in Bremen heute Nacht die meisten Sternschnuppen

Sternenhimmel mit Perseiden-Schauer in einer Landschaft mit Baum im Vordergrund

Bremen erwartet ab morgen ein Sternschnuppen-Regen

Bild: Imago | Vladimir Astpkovich
  • Hunderte Sternschnuppen am Himmel über Bremen
  • Höhepunkt am frühen Samstagmorgen erwartet
  • Mondlicht kann Sicht beeinträchtigen

Der Sternschnuppen-Strom der Perseiden steuert auf seinen Höhepunkt zu: In der Nacht von Freitag auf Samstag werden am Himmel über Bremen die meisten Sternschnuppen erwartet. Perseiden sind kleine, meist staubkorngroße Trümmerteilchen des Kometen "109P/Swift-Tuttle", in die die Erde jedes Jahr auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne eintaucht.

100 Sternschnuppen pro Nacht

ARD-Wetterexperte Tim Staeger rät Sternschnuppen-Fans, den Himmel in den frühen Morgenstunden zwischen ein und vier Uhr – also bis kurz vor der Morgendämmerung – zu beobachten. "Zu diesem Zeitpunkt bewegt sich der Beobachter auf der Erde in den Bereich der höchsten Bruchstückanzahl, entsprechend sind in diesem Zeitraum die meisten Perseiden-Sternschnuppen zu beobachten", sagte der Experte. Himmelsbeobachter dürften sich auf bis zu 100 Sternschnuppen pro Nacht und damit auf bis zu zwei Meteore pro Minute freuen.

Radio Bremen-Meteorologe Roland Vögtlin empfiehlt Hobbyastronomen in der Region, möglichst aus dem Stadtgebiet herauszufahren. Dort gebe es weniger Lichtquellen und hohe Gebäude, die die Sicht auf die Sternschnuppen störten, sagte er zu buten un binnen. Hilfsmittel wie Ferngläser, fügte er hinzu, seien für eine gute Sicht nicht nötig. "Der Blick mit dem bloßen Auge reicht aus."

Heller Mond trübt die Sicht

Einwandfrei sind die Bedingungen fürs Sternschnuppen-Schauen in diesem Jahr trotzdem nicht. Durch den vom Mond aufgehellten Himmel werde man dieses Jahr nur einen Blick auf die hellsten Exemplare erhaschen können, sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde in Deutschland, Sven Melcher. Der Mond stehe die ganze Nacht hell über dem Horizont und lasse das Strahlen der Sternschnuppen weniger stark durchringen.

Wie stark die Perseiden leuchten, hänge von ihrer Teilchengröße ab, erklärt ARD-Wetterexperte Staeger.

Größere Kometenreste können deutlich heller als die hellsten Sterne am Nachthimmel erscheinen und ziehen einen auffälligen Schweif hinter sich her.

ARD-Wetterexperte Tim Staeger

Wetterbedingungen sind gut

Das Wetter hingegen dürfte den Sterneguckern keinen Strich durch die Rechnung machen. "Sieht gut aus" sagte der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes, Andreas Friedrich. Es gebe keine Wetteränderung und somit weiter milde und sternenklare Nächte. "Die Bedingungen sind wunderbar in ganz Deutschland."

Vereinzelt zu sehen sind die Perseiden schon seit dem 17. Juli, das Naturspektakel dauert noch bis zum 24. August an. Der August gilt als der Sternschnuppen-Monat schlechthin. Jedes Jahr ist der Sternschnuppen-Strom von der Erde aus zu beobachten. Die Perseiden wurden bereits vor 2000 Jahren im ostasiatischen Raum beobachtet, sind aber auch in Europa schon lange bekannt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Moderation, 12. August 2022, 6:20 Uhr